17. Juli 2026
Auch wenn die Fußball-WM in vielen Punkten weniger schlecht war als erwartet: Trumps Eingriff zugunsten von Balogun, gleichzeitige Bomben auf den Iran und die schamlose Geldmacherei der FIFA zeigen, wem dieses Turnier wirklich gehört.

Fans schlendern durch eine mit Müll übersäte »FIFA-Fanzone« in Washington, DC während der WM, 26. Juni 2026.
Die WM 2026 mag zwar drei Gastgeberländer haben, in Erinnerung bleiben wird sie aber als die amerikanische Weltmeisterschaft. Und wie so vieles Amerikanische im vergangenen Jahrzehnt fand Donald Trump einen Weg, große Teile dieses Turniers zu seiner eigenen Bühne zu machen. Ein Teilnehmerland zu bombardieren, lautstark mit offener Korruption auf dem Spielfeld zu prahlen und sich ins Finale zu drängen – all das zeigt, dass Trumps von Make-up bedeckte Finger überall an diesem Turnier klebten, auch wenn er zwischenzeitlich ein paar für ihn ungewöhnliche Momente abseits des Rampenlichts verbrachte.
Und obwohl Rekordzuschauerzahlen (und, für die FIFA noch wichtiger, Rekordeinnahmen), spektakuläre Höhepunkte auf dem Platz und virale Fanmomente zeigen, dass die in den USA ausgetragene Weltmeisterschaft kein völliger Reinfall war, fühlte sich etwas an ihr grundlegend falsch an. Von den absurd hohen Ticketpreisen und der gedämpften Atmosphäre in den Stadien über die zahlreichen Fans, die nicht aus dem Ausland anreisen konnten, bis hin zu einem ausufernden Kommerz, der selbst für eine so seelenlose und durchkommerzialisierte Organisation wie die FIFA befremdlich wirkte. Die schlimmsten Seiten dieses Turniers waren zugleich die, die am stärksten an Trump erinnerten.
»Deutschland fand neue, einfallsreiche Wege zu beweisen, dass es keine Fußballgroßmacht mehr ist – und diesmal wird immerhin niemand versuchen, die Niederlage der Wokeness anzulasten.«
Die seit Langem schleichende Amerikanisierung des Fußballs wurde durch diese Weltmeisterschaft endgültig zementiert: eine Verbindung aus rücksichtsloser Finanzialisierung und hemmungsloser, idiotischer Korruption, die das Spiel selbst in einer bislang beispiellosen Weise beeinflusst hat. All das wird Trump und die in den USA ausgetragene Weltmeisterschaft überdauern.
Angesichts der niedrigen Erwartungen an eine Weltmeisterschaft, die zugleich als Denkmal für Donald Trumpfungieren sollte, wurden dennoch viele positiv überrascht. Auf dem Platz – dort, wo korrupte Funktionäre in der Regel am wenigsten Schaden anrichten – war das Turnier insgesamt ein Erfolg. Messi und Mbappé dominierten erneut eine Weltmeisterschaft. Deutschland fand neue, einfallsreiche Wege zu beweisen, dass es keine Fußballgroßmacht mehr ist – und diesmal wird immerhin niemand versuchen, die Niederlage der Wokeness anzulasten.
Auch wenn es bisweilen umständlich war und die Todsünde beging, Sportler zum Rechnen zu zwingen, funktionierte das auf 48 Mannschaften erweiterte Format recht gut – selbst wenn es größtenteils ein Schachzug war, um mehr Eintrittskarten zu verkaufen und damit FIFA-Chef Gianni Infantinos Unterstützung in Asien und Afrika zu festigen. Die Turnierdebütanten Usbekistan, Jordanien und Curaçao brachten frischen Schwung ins Turnier, während auch Kap Verde als weiterer Neuling eine bemerkenswerte Leistung zeigte.
Die Stadien waren voll – selbst bei weniger vermarktbaren Gruppenspielen. Die Nachfrage nach Tickets übertraf die Erwartungen, weil sich Fans von den schwindelerregenden Preisen nicht abschrecken ließen. Zeitweise erinnerte das Turnier deshalb eher an eine sechswöchige Hommage an Amerikas unerschöpfliche konsumistische Kaufkraft (und/oder private Kreditkartenschulden) als an eine Fußballweltmeisterschaft. Gleichzeitig offenbarte es die tief verwurzelte kulturelle Bereitschaft der USA, sich hemmungslos über den Tisch ziehen zu lassen. Wo sonst würde jemand gut gelaunt zugeben, 4.000 Dollar für ein Gruppenspiel bezahlt zu haben – und dann auch noch behaupten, es sei jeden Cent wert gewesen?
Die Stadien waren außerdem zu einem erheblichen Teil deshalb so gut gefüllt, weil die USA ein so vielfältiges Land sind. Riesige, selbstbewusste Diasporagemeinschaften aus aller Welt, die die Vereinigten Staaten zu ihrer Heimat gemacht haben, sorgten dafür, dass keine Mannschaft ohne Unterstützung blieb. Für einen kurzen Moment verwandelte sich Trumps Turnier dadurch in etwas, das einem liberalen Wohlfühltraum ähnelte. Nur wenige andere Länder sind vielfältig genug, um so etwas in diesem Maßstab möglich zu machen. Und es ist wichtig festzuhalten, dass die Weltmeisterschaft immer wieder Gelegenheit bot, die Bedeutung des Lebens von Migrantinnen und Migranten in den USA zu feiern und ein überzeugendes Gegenbild zu jenem rassistischen, engstirnigen Verständnis amerikanischer Identität zu entwerfen, das der Trumpismus propagiert.
»Glücklicherweise haben sich die berechtigten Befürchtungen vor dem Turnier, dass ICE die Spiele als willkommene Gelegenheit nutzen könnte, Einwanderer festzunehmen, nicht bewahrheitet.«
Auch auf die internationalen Fans, die tatsächlich zum Turnier reisen konnten, schienen die USA einen überwiegend positiven Eindruck zu machen. Von schottischen Fans, die Boston auf charmante Weise das Trinken beibrachten, bis hin zu zahlreichen einzelnen Europäern, die viral gingen – insbesondere unter Amerikanern aller politischen Lager, die sich nach etwas Positivem sehnten –, weil sie über die Größe der Supermarktregale oder die Portionen in Fast-Food-Ketten staunten: Viele Besucher empfanden die USA und ihre Bewohner als deutlich sympathischer, als es die permanente, auf Trump fixierte internationale Berichterstattung hatte erwarten lassen.
Accounts wie der von Freddy wirkten oft wie zynische Versuche, im Netz viral zu gehen, und predigten ohnehin nur vor dem eigenen Publikum, doch es ist erwähnenswert, dass ein Großteil der Bewunderung für die auf Anreizen basierende Wirtschaft der USA echt war. Vieles von dem, was den Menschen am meisten zu gefallen schien, war geprägt von einem stark individualisierten Konsumverhalten, das darauf abzielte, das Leben komfortabel und bequem zu gestalten, aber ganz offensichtlich darauf beruhte, unterbezahlte Arbeitskräfte auszubeuten und alle Beteiligten ständig finanziell über den Tisch zu ziehen. Und sicher, die 5 Milliarden Dollar teuren, klimatisierten Fußballstadien sehen anders aus als alles, was die meisten Fußballfans weltweit je erlebt haben – aber das liegt auch daran, dass der Großteil der Welt sich dafür entscheidet, den Jugendsport zu fördern und nicht die Sportarenen von Milliardären.
Glücklicherweise haben sich die berechtigten Befürchtungen vor dem Turnier, dass ICE die Spiele als willkommene Gelegenheit nutzen könnte, Einwanderer festzunehmen, nicht bewahrheitet. Auch wenn die amerikanischen Polizeikräfte kaum direkten Einfluss auf die Weltmeisterschaft hatten, ist es ein Zeichen für die Brutalität von ICE, dass die Behörde mitten im Turnier mehrere Menschen ermorden konnte und dennoch als vorbildlich angesehen wurde. Während eines Großteils der Weltmeisterschaft sah es so aus, als hätten die FIFA und Trump einen PR-Coup gelandet, indem sie die Erwartungen übertrafen und für eine positive Stimmung sorgten.
Diese positive Stimmung konnte nur so lange anhalten wie Trumps unheilvolles Schweigen rund um das Turnier. Da Trump nun einmal Trump ist, musste er die Dinge irgendwann auf sich selbst lenken.
Dass der US-Präsident direkt eingriff, um die FIFA unter Druck zu setzen, die Sperre des US-Stürmers Folarin wegen einer roten Karte vor dem K.o.-Spiel der USA gegen Belgien aufzuheben, war ein eklatanter Machtmissbrauch. Dass sein verwirrter Verstand glaubte, der beste Weg, mit einem offensichtlichen Fall von Korruption auf dem Spielfeld umzugehen, bestehe darin, damit zu prahlen, passt perfekt zu Trump. Dass sich Infantinos FIFA politischem Druck beugt, ist nichts Neues, aber dies zu tun, um das Blatt auf dem Spielfeld direkt zu wenden, ist ein neuer Tiefpunkt, der erst durch die karmische Gerechtigkeit bestraft wurde, als die USA trotz des ihnen verschafften Vorteils gegen Belgien grandios scheiterten.
Sogar der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter schloss sich der weit verbreiteten Kritik an Infantino an. Blatter hat offensichtlich ein persönliches Interesse daran, da er 2015 von Infantino abgelöst wurde, nachdem er inmitten eines weitreichenden Korruptionsskandals aus seinem Amt gedrängt worden war.
Angesichts von Blatters Vergangenheit ist es kein gutes Zeichen, wenn ausgerechnet er dein ethisches Urteilsvermögen kritisiert. Infantinos offenes Kriecherverhalten gegenüber despotischen Führern und seine Bereitschaft, dadurch die sportliche Fairness zu beeinträchtigen, stellen einen neuen, schlampigen Tiefpunkt für eine Institution dar, die ohnehin schon für ihre seelenlose Korruption bekannt ist. Zumindest wussten Blatter und seinesgleichen noch, ihre Korruption einigermaßen subtil zu handhaben – Infantino hingegen hat sich von der Trump’schen Neigung angesteckt, Verfehlungen so offen wie möglich zur Schau zu stellen.
Balogun war der am meisten diskutierte, aber wohl kaum der gravierendste Fall, in dem die Eskapaden des unberechenbaren Trump-Regimes tatsächlich Auswirkungen auf den Fußball hatten. Als grauenhafte Beleidigung des brüderlichen Geistes des internationalen Sports war es nicht nur beispiellos, dass das Gastgeberland USA vor und während dieser Weltmeisterschaft Bomben auf das teilnehmende Land Iran abwarf, sondern dies hatte auch sportliche Folgen.
»Infantinos offenes Kriecherverhalten gegenüber despotischen Führern und seine Bereitschaft, dadurch die sportliche Fairness zu beeinträchtigen, stellen einen neuen, schlampigen Tiefpunkt für eine Institution dar, die ohnehin schon für ihre seelenlose Korruption bekannt ist.«
Die iranische Liga, in der ein Großteil der Mannschaft spielt, war im Vorfeld des Turniers aufgrund des Krieges monatelang ausgesetzt. Kurz vor Turnierbeginn war der Iran gezwungen, sein Mannschaftszentrum von den USA nach Mexiko zu verlegen – wobei die Mannschaft nur Kurzzeitvisa für die Zeit rund um die einzelnen Spiele erhielt, was sie zwang, sofort nach Tijuana zurückzukehren. Einige Mitarbeiter konnten für die Spiele gar nicht erst in die USA einreisen.
Trotz dieses offensichtlichen sportlichen Nachteils – und trotz der moralischen Verkommenheit eines Gastgeberlandes, das ein Turnier zur Völkerverständigung ausrichtet und gleichzeitig einen Krieg gegen eines der teilnehmenden Länder führt – verlief die Weltmeisterschaft, als wäre nichts Außergewöhnliches geschehen.
Und obwohl die lebendige Feier des migrantischen Lebens in den USA häufig tatsächlich bewegend war, war die Weltmeisterschaft zugleich vollständig auf die großen Einwanderergemeinschaften des Landes angewiesen, um die Stadien zu füllen. Denn für einen Großteil der Welt war eine Einreise in die USA nahezu unmöglich. Das gewaltsame amerikanische Grenzregime erledigte die Drecksarbeit, sodass groß angelegte ICE-Razzien während des Turniers gar nicht mehr nötig waren. Gegen Iran, Haiti, die Elfenbeinküste und Senegal galten trotz ihrer WM-Teilnahme zumindest teilweise Einreiseverbote in die USA. Und falls das abschreckende Visaverfahren Fans aus zahllosen anderen Ländern nicht bereits von einer Reise abhielt, taten es spätestens die Ticketpreise.
Viele der schlimmsten Elemente dieser Weltmeisterschaft – das unverhohlene Gangstertum, die zynischen Versuche, möglichst viel Geld aus dem Turnier herauszupressen, und der Drang, ständig am beliebtesten Spiel der Welt herumzudoktern – dürften den Fußball dauerhaft prägen.
Wenn andere Länder nicht so bereit sind, schwindelerregende Summen für Eintrittskarten auszugeben wie die USA, sollten sie sich besser daran gewöhnen, denn selbst wenn die Preise in Zukunft sinken sollten, werden sie wohl kaum wieder das Niveau von vor 2026 erreichen. Die überwältigende Finanzialisierung dieser Weltmeisterschaft nach amerikanischem Vorbild, die sich am deutlichsten im Ticket-System der »dynamischen Preisgestaltung« manifestiert – das den bloßen Kauf von Eintrittskarten an die Prognosemärkte und das Glücksspiel erinnert, die langsam alle Aspekte der US-Gesellschaft vergiften –, wird wahrscheinlich auch künftige FIFA-Wettbewerbe begleiten. Auch die obligatorischen »Trinkpausen« – eine einschneidende Änderung des Spielformats mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Spielfeld, die geschaffen wurde, um mehr Möglichkeiten für Werbung zu schaffen, und von der FIFA kurz vor Turnierbeginn ohne jegliche Debatte eingeführt wurde – werden nach Ende des Turniers wohl kaum auf magische Weise verschwinden.
Die amerikanischen Fans hatten vor dem Turnier nichts davon gefordert, doch die FIFA setzte all das trotzdem durch. Dasselbe gilt für die fast halbstündige Halbzeitshow nach dem Vorbild des Super Bowls. Buchstäblich niemand verlangt danach, dass Justin Bieber und BTS das wichtigste Fußballspiel der Welt unterbrechen – aber genau das passiert trotzdem. Ob es den Menschen gefällt oder nicht: Die FIFA wird unbeirrt behaupten, es sei ein überwältigender Erfolg gewesen.
Auch jenseits internationaler Turniere wird der Fußball seit Langem immer stärker von Milliardären und spekulativem Private Equity beherrscht. Die Entwicklungen dieser Weltmeisterschaft werden den Zugriff des Kapitals auf den Weltfußball nur weiter festigen. Und weil diese Reformen auf der größten Bühne überhaupt erprobt werden, wird es künftig umso leichter sein, sie auch in anderen Wettbewerben durchzusetzen.
Dass die Gier von Konzernen den Fußball durchdringt, ist nichts Neues – die Wurzeln des Spiels in der Arbeiterklassewurden über Jahrzehnte hinweg systematisch zerstört. Inzwischen droht diese Entwicklung jedoch, den Fußball bis zur Unkenntlichkeit zu verändern. Und weil die FIFA, die wichtigste Institution dieses Sports, ein hoffnungslos korrupter Selbstbedienungsladen ist, wird die unter einer von Trump geprägten Weltmeisterschaft weiter verschärfte Vetternwirtschaft vermutlich verhindern, dass irgendjemand diesen Prozess noch aufhalten kann.
»Viele der schlimmsten Elemente dieser Weltmeisterschaft – das unverhohlene Gangstertum, die zynischen Versuche, möglichst viel Geld aus dem Turnier herauszupressen, und der Drang, ständig am beliebtesten Spiel der Welt herumzudoktern – dürften den Fußball dauerhaft prägen.«
Zwar scheint Infantino inzwischen eine Grenze überschritten zu haben, was Korruption betrifft, und bei der FIFA-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr dürfte ihm – anders als bei den beiden vergangenen Wahlen – tatsächlich Konkurrenz erwachsen. Dennoch wirkt er nach wie vor weitgehend unangreifbar. Auf die scharfe Kritik aus Europa reagierte er, indem er eine weitere Aufstockung der Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften ins Spiel brachte – ein kaum verhüllter Versuch, sich die Stimmen jener asiatischen, afrikanischen und mittelamerikanischen Verbände zu sichern, die von einem größeren Teilnehmerfeld profitieren würden.
Mit der Weltmeisterschaft 2030 als ausuferndem Monsterturnier auf drei Kontinenten und der Ausgabe 2034 in Saudi-Arabien gibt es reichlich Potenzial für weitere Korruption und Sportswashing – ganz gleich, wer dann an der Spitze der FIFA steht.
Und selbst wenn die Weltmeisterschaft künftig rund um den Globus wandert, wird auch der selbstbezogene Provinzialismus der USA exportiert werden: eines Gastgeberlandes, dessen Medienvertreter sich geradezu daran erfreuten, offen zur Schau zu stellen, dass sie weder den Sport noch seine Kultur verstehen, und zugleich bereit waren, ihren konsumistischen Megaevent-Stil auf den Weltfußball zu übertragen. Die Erweiterung der Weltmeisterschaft auf immer mehr Mannschaften mag den Anschein erwecken, das Turnier werde inklusiver. Tatsächlich aber sorgt die kompromisslose Orientierung der FIFA an Gangstertum und Einnahmen dafür, dass Fans – insbesondere aus kleineren und ärmeren Ländern – immer stärker an den Rand gedrängt werden, und zwar im Namen eines vermeintlich globalen Glamours, der den Kreis der Menschen, die sich einen Besuch der Weltmeisterschaft überhaupt leisten können, in Wahrheit immer weiter verkleinert.
Das Turnier auf drei Kontinenten im Jahr 2030 wird für Fans logistisch noch komplizierter und vermutlich sogar noch teurer sein als das jetzige. Und wie Katar 2022 dürfte sich auch Saudi-Arabien für Frauen und queere Fans als wenig einladendes und wenig attraktives Gastgeberland erweisen. Der langfristige Niedergang des Fußballs lässt all dies wie die logische Fortsetzung des Jahres 2026 erscheinen.
Doch wenn uns die Weltmeisterschaft 2026 eines lehrt, dann, dass es nicht so kommen muss. Das Turnier hat – wenn auch nicht immer – gezeigt, dass Fußball selbst unter den widrigsten Bedingungen Menschen zusammenbringen und Vorstellungen von Gemeinschaft und Zugehörigkeit neu entstehen lassen kann. Gerade diese Kraft macht deutlich, dass dieser Sport geschützt werden muss – statt gegen uns gewendet zu werden.
Erfolge im Kampf für bezahlbare Tickets und eine stärkere Verankerung des Fußballs in den Gemeinschaften, wie sie etwa im New York von Zohran Mamdani zu beobachten sind, zeigen, dass sich die verrotteten Institutionen des Fußballs durchaus herausfordern lassen. Wir müssen es nur tun, bevor es nichts mehr zurückzugewinnen gibt.