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Das Online-Magazin von JACOBIN Deutschland

Donald Trump hat so viele Skandale überstanden, dass Vorfälle, die für andere Politiker das Ende ihrer Karriere bedeuten würden, bei ihm kaum noch außergewöhnlich wirken.

Donald Trump ist der korrupteste Präsident der US-Geschichte

Von Branko Marcetic

Staatsaufträge für die Familie, Insider Trading, Krypto-Korruption: Donald Trump betreibt eine beispiellose Selbstbereicherung – und missbraucht offen die Staatsmacht, um sich und seine Nächsten in Steuer- und Epstein-Skandalen straffrei zu halten.

Lange sah es so aus, als würde Wladimir Putin seine Ziele erreichen. Doch diesen Frühling hat sich das Blatt gewendet.

Russlands Kriegsmaschinerie beginnt zu knirschen

Die russische Kriegswirtschaft hat zunehmend mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Unter den Menschen, die mit gestiegenen Preisen, Steuern und Zinsen sowie immer mehr Leben für den Ukrainekrieg bezahlen müssen, schwindet der Rückhalt für die Regierung.

Von Alexey Sakhnin
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul neben seiner österreichischen Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger.

Deutschlands UN-Niederlage ist verdient, Österreichs Erfolg aber nicht

Deutschland scheitert bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat und erhält die Quittung für seine Doppelstandards. Doch die Genugtuung hat ihre Grenzen – denn Österreich, das den Sitz errang, verfolgt eine ähnliche Außenpolitik. Nur ohne Macht, sie durchzusetzen.

Von Magdalena Berger
Saqqez, Kurdistan, 2024: Bei einer Newrozfeier wird Jina Amini gedacht, jener jungen Kurdin, deren Tod 2022 die landesweiten Proteste unter dem Slogan »Jin Jiyan Azadî« auslöste.

Der Iran braucht einen Inter­nationalismus von unten

Der Irankrieg ist kein Befreiungsprojekt. Aber die »Achse des Widerstands« auch nicht. Nicht der Islamischen Republik, sondern den progressiven Bewegungen im Land muss die Solidarität der Linken gelten.

Von Simin Jawabreh
Friedrich Merz und Bärbel Bas plaudern vor einer Fraktionssitzung der SPD im Bundestag.

Nein, diese Reformen sind keine No-Brainer

Die angeblich notwendigen Reformen werden als technische Lösungen verkauft, die dem ganzen Land helfen sollen. Doch es sind vor allem politische Verteilungsfragen: Der Arbeiter hat nichts von einem Wachstum, für das er mit Lohn und Rechten zahlen muss.

Von Justus Seuferle
Der gerichtlich abgesetzte CHP-Vorsitzende Özgür Özel spricht zu seinen Anhängern, Aufnahme vom 26. Mai 2026.

Die türkische Opposition muss mehr wollen als würdevoll zu verlieren

In der Türkei steht die führende Oppositionspartei CHP unter Druck. Doch ihre Probleme sind auch hausgemacht: Anstatt eine Klassenbasis zu organisieren, klammert sie sich an eine elitäre politische Kultur, die ihr ständig Niederlagen einbringt.

Von Oğul Tuna
Lea Ypi plädiert für einen linken Kosmopolitismus, der sich vom liberalen abhebt.

»Was der Linken fehlt, ist ein alternativer Kosmopolitismus«

Das aktuelle Chaos in der Welt lässt sich nicht verstehen ohne den Aufstieg einer global vernetzten Rechten, findet Lea Ypi. Im Interview spricht sie darüber, was die Linke tun muss, um ebenfalls wieder zu einer internationalen Kraft zu werden.

Interview mit Lea Ypi

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Arbeit & Wirtschaft

Bauarbeiter in Axum.

Äthiopiens Gewerkschaften sind im Aufwind

Die Mitgliederzahl der äthiopischen Gewerkschaften hat sich über die vergangenen zehn Jahre mehr als verdoppelt. Äthiopien und auch andere afrikanische Länder zeigen, dass die Gewerkschaftsbewegung global alles andere als im Niedergang begriffen ist.

Von Samuel Andreas Admasie
Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi spricht auf dem Bundeskongress 2026.

Die FAZ hat Angst vor Gewerkschaften, die Gewerkschafts­dinge tun

Der DGB will den Stellen- und Sozialabbau nicht einfach hinnehmen und die FAZ nennt das »Radikalisierung«. Sie hat offenbar keine Ahnung, wie viel mehr die Gewerkschaften historisch gefordert haben.

Von Thomas Zimmermann
Elon Musk steigt aus einem Tesla bei der Eröffnung der Gigafactory in Grünheide am 22. März 2022.

Musk ist der Ford unserer Zeit

Elon Musk mag auf rechtsextremen Abwegen unterwegs sein. Aber das war der Antisemit Henry Ford auch. Und so wie der Fordismus nichtsdestotrotz Epoche gemacht hat, muss man auch die Innovationen des Teslismus ernst nehmen.

Von Timo Daum

Politik & Internationales

Friedrich Merz beim DGB-Bundeskongress am 12. Mai 2026.

Warum Gewerkschafter den Kanzler ausbuhen dürfen

Niemand sollte erwarten, dass die Gewerkschaften Friedrich Merz zujubeln, wenn er Angriffe auf ihre Errungenschaften als wirtschaftliche Vernunft verkauft. Man muss den Kakao, durch den man gezogen wird, schließlich nicht auch noch trinken.

Von Ulrike Eifler
Die iranische Bevölkerung ist die größte Verliererin dieses Kriegs.

Der Krieg hat Irans Öl-Elite weiter ermächtigt

Die Islamische Republik hat eine staatsnahe Oligarchie an öffentlichen Gütern bereichert und der Mehrheit Austerität verordnet. Durch den Irankrieg steht jener Teil der Elite, der sein Geld mit Öl verdient, auch innenpolitisch nur noch stärker da.

Von Hamidreza Ahmadi
Darauf zu verweisen, wie lang und vielfältig die Geschichte zionismuskritischer Positionen innerhalb der jüdischen Linken ist, reicht nicht aus.

Zionismus kann nicht links sein

Der Zionismus ist nicht deshalb unvereinbar mit linken Werten, weil etwa Rosa Luxemburg Antizionistin war. Er ist es, weil er in seiner Logik auf der antisemitischen Tradition des europäischen Nationalismus aufbaut.

Von Tomer Dotan-Dreyfus
»Korrespondenten töten uns mit passiver Sprache. Wenn wir Glück haben, sagen Diplomaten, dass unser Tod sie betroffen macht, aber sie erwähnen niemals den Schuldigen, ganz zu schweigen davon, ihn zu verurteilen.«

Scharfschützen haben saubere Hände

Von Mohammed El-Kurd

Geschichte & Ideengeschichte

Ein sowjetisches Wandmosaik an einem Fabrikgebäude in Wolgograd.

Es gab einen Plan für Wirtschafts­demokratie in der Sowjetunion

Jakow Kronrod legte in den 1960er Jahren Ideen für eine Reform der sowjetischen Wirtschaft vor. Doch seine Vision eines demokratischen Wirtschaftssystems war der Führung in Moskau zu radikal, denn sie hätte ihre Autorität infrage gestellt.

Von David Mandel
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Aufnahme vom 10. Juni 2025.

Wenn Geschichte zur Waffe wird

Politische Akteure, die aus tausendjähriger Geschichte Feindbilder für die Gegenwart ableiten, kommen ohne Rosinenpickerei nicht aus. Denn kein Land ist so lange immer nur Täter oder immer nur Opfer – auch nicht Russland oder die baltischen Staaten.

Von Peter Wahl und Detlef Bimboes
Im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt schwamm im Herbst 2025 eine Luftkissen-Freiheitsstatue in einem Teich im Berliner Tiergarten.

Sind Postliberale einfach verunsicherte Liberale?

Der Postliberalismus ist im deutschen Mainstream angekommen. An der politischen Orientierungslosigkeit wird das aber nichts ändern. Denn selbst postliberale Vordenker wissen noch nicht so recht, was nach dem Liberalismus kommen soll.

Von Jonas Junack

Kultur & Gesellschaft

Immer mehr Erwachsene verschulden sich sogar für ihre Trips nach Disney World.

»Disney Adults« sind ein lukratives Geschäftsmodell

Von Labubu über KPop Demon Hunters bis hin zu niedlichen Handy-Games: Einst an Kinder gerichtete Angebote erreichen immer mehr Erwachsene. Besonders Disney hat eine Maschinerie aufgebaut, die Nostalgie systematisch in Profit verwandelt.

Von Ryan Zickgraf
Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig wünscht sich ein »Fest des Miteinanders« – ohne pro-palästinensichen Protest.

Der ESC ist eine politische Blamage für Österreich

Mehrere Länder boykottieren den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels und fast die Hälfte der Menschen in Österreich hat Verständnis dafür. Doch öffentlich wird Kritik als Skurrilität abgetan – ein Armutszeugnis fürs politisch-mediale Establishment.

Von Magdalena Berger
Folgt man Potter, dann ist nicht die autoritäre Durchsetzung der Staatsräson das Problem, sondern Linke, die dagegen protestieren.

Autoritär ist, wer nicht auf Staatsräson-Linie liegt

Nicholas Potter warnt in seinem Buch »Die neue autoritäre Linke« vor einer radikalen Linken, die angeblich die Demokratie bedroht. Um diese These zu untermauern, bedient er sich selbst autoritärer Methoden – stichhaltige Beweise liefert er aber keine.

Von Daniel G. B. Weissmann

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