Europas Rechte leckt Trump die Stiefel
Rechtsradikale Parteien in Europa haben lange betont, sie würden ihre eigenen Länder an erste Stelle setzen. Doch heute unterstützen sie sklavisch den jüngsten Krieg der USA und Israels.
Rechtsradikale Parteien in Europa haben lange betont, sie würden ihre eigenen Länder an erste Stelle setzen. Doch heute unterstützen sie sklavisch den jüngsten Krieg der USA und Israels.
Nach den Landtagswahlen 2026 zeichnet sich das Ende der politischen Mitte ab. Aus ihrem Zerfall könnte ein neues Parteiensystem hervorgehen – mit mehr Parteien, breiteren Bündnissen und experimentelleren Regierungen.
Die dauernde Eskalation im Nahen Osten feuert auch die Krise der Lebenshaltungskosten weiter an. Soll die Inflation nicht den Rechten in die Karten spielen, müssen Linke die Verantwortlichen klar benennen.
Spotlight
Die AfD steht vor der Macht – allen Kampagnen »gegen rechts« zum Trotz. Wenn das nicht der Anfang vom Ende sein soll, muss der Antifaschismus neue Wege einschlagen. Unsere aktuelle Ausgabe macht den ersten Schritt.
Wir haben Carolin Amlinger, Richard Seymour, Eva von Redecker und Dylan Riley in einen Signal-Gruppenchat eingeladen, um zu ergründen, warum Rechte überall Kommunismus sehen und wie sie wirklich zur Demokratie stehen.
Der Kulturkampf-Antifaschismus ist gescheitert. Was kann ihn ersetzen?
Nur wenige machen sich die Mühe, die Online-Taktiken der Alt-Right zu studieren und für linke Zwecke anzueignen. Der Künstler Joshua Citarella ist die Ausnahme. Im Interview spricht er über Kunstwelten, Internet-Subkulturen und die Meme-Pipeline.
Der DDR-Antifaschismus wird oft als marxistisch-dogmatisches Symboltheater zur Selbstrechtfertigung dargestellt. Enthält er trotzdem Lehren für heute?
Anton Jäger lehrt Ideengeschichte und politische Theorie an der Universität Oxford und ist Autor des Buches »Hyperpolitik: Extreme Politisierung ohne politische Folgen«.
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Grace Blakeley ist Ökonomin und Autorin mehrerer Bücher, darunter »Stolen: So retten wir die Welt vor dem Finanzkapitalismus« und »Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus«.
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Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel und Co-Autor der Bücher »Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus« und »Zerstörungslust: Elemente des demokratischen Faschismus«.
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Clara Mattei ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Tulsa, Gründerin von FREE: Forum for Real Economic Emancipation und Autorin von »Die Ordnung des Kapitals«.
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Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Kürzlich ist sein neues Buch »Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende« erschienen.
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Şeyda Kurt ist Schriftstellerin, Publizistin und Moderatorin. Sie ist Autorin der Bestseller »Radikale Zärtlichkeit« und »Hass«. Gerade erschien ihr erster Roman »Zeit der Monster«.
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Die Regierung macht »Leistungsgerechtigkeit« zum Leitprinzip. Doch wer Menschen nach Leistung sortiert, erklärt sie für unterschiedlich wertvoll – und untergräbt das Ideal der politischen Gleichheit, das Progressive eigentlich verteidigen sollten.
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt könnte das Ende der schulischen Inklusion bedeuten. Offiziell geht es um »unbeschulbare« Kinder – tatsächlich drohen Segregation und Hausunterricht für alle, die nicht ins Regelschulraster passen.
Deutsche Hochschulen pflegen zig Kooperationen mit israelischen Institutionen, aus denen Kriegstechnologie hervorgeht. Akademischer Boykott ist deshalb keine symbolische Geste, sondern der wirksamste Hebel gegen diesen akademisch-militärischen Komplex.
Marko fragt sich, ob er eine Freundschaft retten kann, die nur noch aus nächtelangem Trinken statt gegenseitiger Fürsorge besteht. Şeyda Kurt findet: In Zeiten der Vereinzelung verdient ein Freund noch eine nüchterne Chance.
Die Vermögensungleichheit war zu abstrakt, um daran Gerechtigkeitsfragen zu verhandeln. Der neue Staubsauger des syrischen Nachbarn dagegen greifbar. Erinnerungen an ein Praktikum bei einer Tafel in Sachsen-Anhalt.
Heute vor dreißig Jahren wurde Tupac Shakur ermordet. Sein Status als Kulturikone steht außer Frage. Doch Legenden und Mythen rund um sein kurzes Leben überschatten allzu oft seine radikale politische Haltung.
Victor Serge erlebte die großen Revolutionen seiner Zeit und starb mit 56 im mexikanischen Exil. Geprägt von Hoffnung und Verzweiflung, können sein Leben und seine Arbeit uns heute dabei helfen, Europas turbulentes 20. Jahrhundert zu verstehen.
Jahrzehntelang schrieb Dolly Parton über Armut, harte Arbeit und den trotzigen Stolz von arbeitenden Frauen. Die Linke sollte sich ein Beispiel an der nun verstorbenen Country-Sängerin nehmen.
Im Sommer 1936 startete Francisco Franco seinen Putsch gegen die Spanische Republik. Der antifaschistische Widerstand entwickelte sich in den republikanisch kontrollierten Gebieten zu einer sozialen Revolution, die die Macht der Kapitalisten und Großgrundbesitzer herausforderte.
Als »Die Schlacht um Algier« vor 60 Jahren bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt wurde, blieb die französische Delegation fern. Der unmittelbar nach dem algerischen Befreiungskrieg gedrehte Film von Gillo Pontecorvo hat bis heute nichts von seiner politischen Bedeutung eingebüßt.
Cedric J. Robinsons »Black Marxism« gilt als Meilenstein der antirassistischen Theorie. Doch der marxistische Historiker August Nimtz widerspricht dessen Analyse von Rassismus, Klasse und Revolution. Im Interview erklärt er, warum.
Rainer Mühlhoffs Bestseller warnt vor einem neuen KI-Faschismus im Silicon Valley. Doch wer Cyberlibertarismus und Neoreaktion in einen Topf wirft, erklärt nicht, warum die Tech-Elite wirklich nach rechts rückt.
Der Kolonialismus prägt auch heute noch die globale Wirtschaftsordnung. Im Gespräch über sein neues Buch »Neokolonialer Kapitalismus« erklärt Robin Jaspert, wie durch Verschuldung koloniale Beziehungen fortgeführt werden.
James K. Galbraith gilt als einer der einflussreichsten heterodoxen Ökonomen der USA. Im ausführlichen Gespräch erklärt er, wie die neoklassische Wirtschaftsorthodoxie das politische Denken in den USA in allen Bereichen verzerrt – von Inflation über die Handelspolitik bis hin zur Geburtenkrise.
Faschismus und Liberalismus gelten als absolute Gegensätze. Doch die Laufbahnen ordoliberaler Ökonomen im Nationalsozialismus zeichnen ein anderes Bild.