ABO

Das Online-Magazin von JACOBIN Deutschland

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig wünscht sich ein »Fest des Miteinanders« – ohne pro-palästinensichen Protest.

Der ESC ist eine politische Blamage für Österreich

Von Magdalena Berger

Mehrere Länder boykottieren den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels und fast die Hälfte der Menschen in Österreich hat Verständnis dafür. Doch öffentlich wird Kritik als Skurrilität abgetan – ein Armutszeugnis fürs politisch-mediale Establishment.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Aufnahme vom 10. Juni 2025.

Wenn Geschichte zur Waffe wird

Politische Akteure, die aus tausendjähriger Geschichte Feindbilder für die Gegenwart ableiten, kommen ohne Rosinenpickerei nicht aus. Denn kein Land ist so lange immer nur Täter oder immer nur Opfer – auch nicht Russland oder die baltischen Staaten.

Von Peter Wahl und Detlef Bimboes
Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi spricht auf dem Bundeskongress 2026.

Die FAZ hat Angst vor Gewerkschaften, die Gewerkschafts­dinge tun

Der DGB will den Stellen- und Sozialabbau nicht einfach hinnehmen und die FAZ nennt das »Radikalisierung«. Sie hat offenbar keine Ahnung, wie viel mehr die Gewerkschaften historisch gefordert haben.

Von Thomas Zimmermann
Als sich das Silicon Valley 2016 noch gegen Trump positionierte, sprach Peter Thiel schon auf der Republican National Convention.

Wie Jeffrey Epstein Peter Thiel in Trumps Welt einführte

Peter Thiel ist heute einer der mächtigsten Strippenzieher der amerikanischen Rechten. Hunderte E-Mails zeigen: Sein Weg dorthin führte über Jeffrey Epstein, der ihn mit Trump-Vertrauten, Geheimdienstlern und ausländischen Machthabern vernetzte.

Von Branko Marcetic
Das aktuelle Grundsatzprogramm der Linken ist fünfzehn Jahre alt. Heute ist die Partei viel jünger, diverser und westdeutscher als damals.

Worum sich der Programmprozess der Linken dreht

Nach Wahlerfolg und Mitgliederboom ringt die Linke um ein neues Parteiprogramm. Doch die eigentliche Frage lautet, wie sie unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen mehrheitsfähig werden kann.

Von Jary Koch
Mit der Streichung der Gelder präsentiert sich Claudia Bauer einmal mehr als heimatverbundene Hardlinerin.

Für Rassismus gibt es Millionen, für Antirassismus keinen Cent

Die ÖVP strich der Antirassismus-Organisation ZARA die Mittel – offiziell aus Budgetgründen. Der Vorstoß passt in die autoritäre Linie der Partei: Gefördert werden soll nicht der Kampf gegen Rassismus, sondern eine Politik, die ihn verharmlost.

Von Farid Hafez
Özlem Demirel möchte das antimilitaristische Profil der Linken stärken.

»Wenn Menschen sich dem Krieg verweigern, dann werden Kriege unmöglich«

Sechs Bundeswehr-Fregatten kosten so viel wie Zehntausende Sozialwohnungen. Im Interview fordert Özlem Demirel, dass die Linke solche Zusammenhänge endlich sichtbar macht – und erklärt, warum sie für den stellvertretenden Parteivorsitz kandidiert.

Interview mit Özlem Demirel

Anzeige

Jetzt bestellen

Arbeit & Wirtschaft

Protestierende Google-Beschäftigte in London. Dass »Don't be evil« keine ausreichende Strategie ist, gilt nebenher auch für die Genossenschaftsbewegung.

Wie Genossen­schaften im Kampf gegen Tech-Imperien helfen könnten

Genossenschaften werden oft als Versuche abgetan, sozialistische Inseln im Kapitalismus zu schaffen. Doch sie könnten auch eine demokratisch kontrollierte Tech-Infrastruktur bilden, die die Arbeiterklasse gegen die Konzerne ermächtigt.

Von Stefano Tortorici und R. Trebor Scholz
Am 15. April fand ein Festakt zu hundert Jahren Lufthansa statt.

Die Lufthansa hat jede Bodenhaftung verloren

Während die Lufthansa ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, streiken Beschäftigte gegen den Sparkurs. Der Großaktionär Klaus-Michael Kühne beklagt den »Egoismus« der Streikenden – dabei ist er es, der Risiken sozialisiert und Gewinne privatisiert.

Von Martin Haller
Auch eine »Familienunternehmerin«: die BMW-Erbin Susanne Klatten.

Familien­unternehmen sind nicht alle zarte Pflänzchen

Die meisten Menschen denken bei »Familienunternehmen« an die Bäckerei von nebenan. In vielen Fällen verbergen sich dahinter jedoch Weltkonzerne, die durch geschickte Lobbyarbeit ihre Privilegien schützen.

Von Carmen Giovanazzi

Politik & Internationales

Bei einem Streik im Berliner Gesundheitssektor kämpfen migrantische und nicht-migrantische Beschäftigte Seite an Seite.

Gewerkschaften müssen die Migrationsgesellschaft verteidigen

Repressive Migrationspolitik diszipliniert nicht nur Migrantinnen und Migranten – sie schwächt die gesamte Arbeiterklasse. Für die Rechte von Menschen mit Migrationshintergrund zu kämpfen ist darum die ureigenste Aufgabe von Gewerkschaften.

Von Sükran Budak, Ongoo Buyanjargal, Romin Khan und Neva Löw
Pantisano möchte am Kurs von Ines Schwerdtner und Jan van Aken festhalen.

»Ich will die Arbeiter für die Linke zurückgewinnen«

Mit dem Rücktritt von Jan van Aken entsteht in der Linken eine Lücke in einer kritischen Übergangsphase. Luigi Pantisano möchte diese füllen. Im Gespräch erklärt er, warum die Partei wieder auf Konfrontationskurs mit der etablierten Politik gehen muss.

Interview mit Luigi Pantisano
Wer von Debanking betroffen ist, kann sich nur sehr schwer dagegen wehren.

Debanking geht uns alle an

Das Debanking der Roten Hilfe aufgrund einer Laune im Weißen Haus wird im vernetzten Zeitalter nicht die Ausnahme bleiben. Und das sollte nicht nur Freunde der linken Szene beschäftigen, sondern alle, denen etwas an politischen Freiheitsrechten liegt.

Von Spyro Marasovic
»Korrespondenten töten uns mit passiver Sprache. Wenn wir Glück haben, sagen Diplomaten, dass unser Tod sie betroffen macht, aber sie erwähnen niemals den Schuldigen, ganz zu schweigen davon, ihn zu verurteilen.«

Scharfschützen haben saubere Hände

Von Mohammed El-Kurd

Geschichte & Ideengeschichte

Im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt schwamm im Herbst 2025 eine Luftkissen-Freiheitsstatue in einem Teich im Berliner Tiergarten.

Sind Postliberale einfach verunsicherte Liberale?

Der Postliberalismus ist im deutschen Mainstream angekommen. An der politischen Orientierungslosigkeit wird das aber nichts ändern. Denn selbst postliberale Vordenker wissen noch nicht so recht, was nach dem Liberalismus kommen soll.

Von Jonas Junack
Reges Treiben um die Gläserne Blume im Foyer des Palastes bei einem Konzert von »Rock für den Frieden«, 1982.

Der Palast der Republik war ein Stück öffentlicher Luxus

Heute vor 50 Jahren wurde der Palast der Republik eröffnet. Der Chronist Rudolf Denner erzählt im Interview, wie er jenseits vom »Lampenladen«-Klischee von den Menschen wahrgenommen wurde und warum die BRD ihn wirklich abreißen ließ.

Interview mit Rudolf Denner
Lars Klingbeil möchte Übergewinne besteuern. Katherina Reiche meint, sowas gäbe es gar nicht – und kann sich dabei auf die Lehrbücher stützen.

Warum Mainstream-​Ökonomen von Übergewinnen nichts wissen wollen

Die Forderung nach einer Übergewinnsteuer trifft bei den meisten Ökonomen auf Unverständnis. Das hat nicht nur politische, sondern auch theoretische Gründe – denn der Begriff des Profits wurde systematisch verunklart.

Von Jannis Köster

Kultur & Gesellschaft

Frauen und Kinder aus Mỹ Lai, kurz bevor US-Soldaten sie massakrierten.

Ein Tag in der Hölle als Warnung

Der Dokumentarfilm »A Single Day« behandelt das Leben dreier US-Soldaten, die sich während des Vietnamkriegs widersetzten, am Massaker von Mỹ Lai teilzunehmen. Er ist eine Lehre für alle Kriege – und alle einfachen Soldaten.

Von Jan Opielka
Ein Palästina-Solidaritätscamp an der Universität Oxford, Aufnahme vom 18. Juni 2024.

Akademischer Boykott ist im Sinne der Wissenschafts­freiheit

Boykotte gegen Israels akademische Institutionen stehen in der Kritik, die Wissenschaftsfreiheit zu gefährden. Doch die Einwände erweisen sich als schwach und rücken durch die Zerstörung der Bildungsinfrastruktur in Gaza noch weiter in den Hintergrund.

Von Robin Celikates und Yves Winter
Stefan Heym bei der Europäischen Schriftstellerkonferenz »Haagse Treffen« im Jahr 1982.

Stefan Heym schrieb für einen menschen­gerechten Sozialismus

Heute vor 113 Jahren wurde der große DDR-Schriftsteller Stefan Heym geboren. Seine Romane handeln von Widersprüchen innerhalb des »Arbeiterstaats« und artikulieren Ambitionen über den Realsozialismus hinaus.

Von Alexander Jude Beard

JACOBIN Podcasts

Vorschaubild des Podcasts

Dieses Video wird auf YouTube gehostet.
Wenn Du darauf klickst, akzeptierst Du die Datenschutz­bestimmungen.

Einverstanden
Vorschaubild des Podcasts

Dieses Video wird auf YouTube gehostet.
Wenn Du darauf klickst, akzeptierst Du die Datenschutz­bestimmungen.

Einverstanden
Vorschaubild des Podcasts

Dieses Video wird auf YouTube gehostet.
Wenn Du darauf klickst, akzeptierst Du die Datenschutz­bestimmungen.

Einverstanden
Vorschaubild des Podcasts

Dieses Video wird auf YouTube gehostet.
Wenn Du darauf klickst, akzeptierst Du die Datenschutz­bestimmungen.

Einverstanden
  • Vorschaubild des Reels
  • Vorschaubild des Reels
  • Vorschaubild des Reels
  • Vorschaubild des Reels