Elke Kahr wird am Sonntag mit großer Wahrscheinlichkeit wiedergewählt. Sie hat bewiesen, dass Kommunistinnen Städte gut regieren können. Künftig steht die KPÖ Graz vor der nächsten Frage: Kann eine Partei, die gut verwaltet, auch das System herausfordern?
Keir Starmer stellt sich gerne als Kämpfer für Menschenrechte dar, der für die Unterdrückten der Welt eintritt. Tatsächlich hat er in seiner Zeit als britischer Premierminister nichts als Verachtung für internationale Menschenrechtsgesetze gezeigt.
Wer seit dem 7. Oktober deutsche Leitmedien konsumierte, erfuhr vor allem eines: was die israelische Armee behauptet. Eine Analyse von über 10.000 Beiträgen rekonstruiert, wie deutscher Nahost-Journalismus systematisch Partei ergriffen hat.
Tino Chrupalla besucht die Ultras von Energie Cottbus, AfD-Jugendchef Hohm gibt sich dort als einer von ihnen. In der AfD nimmt der Kampf um die Fußball-Fankurven aktuell Fahrt auf. Doch noch kann die Linke intervenieren.
Beim Parteitag in Potsdam ging die Linke nicht mit allen Fragen souverän um. Mit ihrer Arbeiter-Rhetorik und dem Gehaltsdeckel setzt sie aber zumindest richtige Akzente. Will sie weiter wachsen, muss sie die Klasse künftig noch entschiedener ansprechen.
Microsoft baut im Rheinischen Revier ein Rechenzentrum und NRW wirbt mit Strukturwandel und Arbeitsplätzen. Doch wer Rechenleistung für KI baut, baut auch Infrastruktur für Drohnenkrieg und Überwachung.
Die Geburtenraten sinken — und alles vom Feminismus bis hin zu Smartphones soll daran schuld sein. Dabei ist es der Kapitalismus, der das Kinderkriegen zu einem Wettbewerbsnachteil macht.
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Als erster Billionär der Welt verfügt Elon Musk über einen Reichtum, den der menschliche Verstand kaum noch fassen kann. Eine funktionierende Gesellschaft würde niemals Ungleichheit dieser Größenordnung hervorbringen.
Das Verhältnis der Linken zu Künstlicher Intelligenz ist geprägt von Misstrauen. Doch sie muss kein Slop-Generator, Arbeitsplatzvernichter und Instrument der Tech-Oligarchen bleiben, sondern könnte auch befreiend wirken.
Die russische Kriegswirtschaft hat zunehmend mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Unter den Menschen, die mit gestiegenen Preisen, Steuern und Zinsen sowie immer mehr Leben für den Ukrainekrieg bezahlen müssen, schwindet der Rückhalt für die Regierung.
Rolf Mützenich ist der profilierteste Diplomatie-Verfechter innerhalb der SPD. Im Jacobin-Interview spricht er darüber, was Deutschlands UN-Blamage bedeutet und wie an der Basis seiner Partei über Aufrüstung diskutiert wird.
Am Sonntag findet in Brüssel eine Großdemonstration gegen Sozialabbau und Aufrüstung in Europa statt. Peter Mertens, Generalsekretär der Belgischen Partei der Arbeit, schreibt: Brotdosen, Rentenalter und Militärbudget hängen zusammen.
Im Südlibanon wendet Israel dieselbe Strategie an wie im Gazastreifen und im Westjordanland: Indem es die Bevölkerung zur »Evakuierung« auffordert und zivile Gebäude zerstört, will es den Menschen eine Rückkehr für immer unmöglich machen.
Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.
Jakow Kronrod legte in den 1960er Jahren Ideen für eine Reform der sowjetischen Wirtschaft vor. Doch seine Vision eines demokratischen Wirtschaftssystems war der Führung in Moskau zu radikal, denn sie hätte ihre Autorität infrage gestellt.
Politische Akteure, die aus tausendjähriger Geschichte Feindbilder für die Gegenwart ableiten, kommen ohne Rosinenpickerei nicht aus. Denn kein Land ist so lange immer nur Täter oder immer nur Opfer – auch nicht Russland oder die baltischen Staaten.
Wer die Palästinenser in ihrem Kampf um Selbstbestimmung unterstützt, muss auch nach Verbündeten innerhalb Israels fragen. Israelische Wissenschaftler und Kulturschaffende zu boykottieren, leistet das Gegenteil. Eine Replik.
Wenn Kinderbetreuung als private statt als gesellschaftliche Aufgabe behandelt wird, sind Krisen vorprogrammiert: Während Eltern und Erziehern immer mehr Arbeit abverlangt wird, brechen ihnen zugleich die institutionellen Stützen weg.
Krieg hat fatale Folgen für die mentale Gesundheit. Dennoch schweigen die psychiatrischen und psychologischen Berufsverbände zu Wehrpflicht und Aufrüstung. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich militärischen Zwecken unterordnen.