Sumar-Chefin Yolanda Díaz hat angekündigt, bei den nächsten Wahlen nicht mehr zu kandidieren. Angesichts des rechten Vormarsches auch in Spanien müssen sich die verstreuten linken Parteien konsolidieren und schlagkräftige Allianzen aufbauen.
Die Frauenbewegung war lange eine Friedensbewegung. In den letzten Jahrzehnten ist dem westlichen Feminismus diese Komponente abhandengekommen. Es ist Zeit, sie wiederzubeleben.
Die österreichische Journalistin Olga Misař war Teil der historischen Frauenbewegung und engagierte Kriegsdienstgegnerin. Die Historikerin Brigitte Rath erklärt, warum Frauen wie Misař in Zeiten globaler Aufrüstung wieder relevant werden.
»Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten« ist eine Nebelkerze: In Wirklichkeit geht es darum, ob uns das, was uns zusteht, gewährt oder genommen wird. Das Ziel ist nicht wirtschaftliche Erholung, sondern eine weitere Umverteilung nach oben.
Die USA und Israel haben Irans Kommandostruktur schwer beschädigt – doch das System ist darauf ausgelegt, Führungskrisen zu überstehen. So droht der Angriff zu einem längeren Konflikt zu werden, der in der Region und auf dem Weltmarkt für Chaos sorgt.
Deutschlands Umsetzung der GEAS-Reform ist die härteste Asylrechtsverschärfung seit Jahrzehnten: Hinter der rechtsstaatlichen Fassade steckt eine Entrechtung von Geflüchteten, die in neuen Isolationslagern faktisch inhaftiert werden sollen.
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Von wegen »Wohlstand erhalten« und »Arbeitsplätze sichern« – bei den Reformvorschlägen von CDU-Wirtschaftsrat und Co. geht es in Wirklichkeit darum, errungenen Wohlstand von den Lohnabhängigen abzuziehen, um die Macht der Bosse am Arbeitsplatz zu steigern.
Filme über Ausbeutung wie »Ich verstehe ihren Unmut« und »Enjoy Your Stay« laufen auf der Berlinale abseits des großen Wettbewerbs. Aber sie begeistern das Publikum und zeugen von zunehmender Kunstfertigkeit im filmischen Umgang mit Klassenfragen.
Volkswagen hat nichts übrig für seine Beschäftigten, aber Millionen für Vorstände und Milliarden für Großaktionäre. Das Bonus- und Dividenden-Wunder sollte niemanden verwundern – am allerwenigsten aber Gewerkschafter.
Vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion spricht Taras Bilous – ein Sozialist, der in der ukrainischen Armee dient – über Erschöpfung, Verhandlungen und warum er denkt, dass ein schlechter Waffenstillstand ein Segen für die extreme Rechte sein könnte.
Donald Trump hätte einen Deal mit dem Iran haben können, der weiter ging als der Barack Obamas. Doch die Verhandlungen waren nur ein Deckmantel für einen Angriff, den Kriegstreiber in den USA und Israel seit Jahrzehnten herbeisehnen.
Rechte auf beiden Seiten des Atlantiks haben den Zivilisationismus für sich entdeckt: Die Weltpolitik soll von abgegrenzten Kulturräumen geprägt und diese von Großmächten angeführt werden. Universelle Rechte und Werte haben in dieser Vision keinen Platz.
Als Bürgerrechtsaktivist, Arbeiterkämpfer und Präsidentschaftskandidat prägte Jesse Jackson die US-Linke über Jahrzehnte. Jetzt ist er gestorben, doch sein Erbe lebt in einer gestärkten progressiven Bewegung weiter.
In den 1970ern eroberte die Kommunistische Partei Italiens in der Toskana ein Rathaus nach dem anderen, stritt für Wohnraum für alle und mehr Demokratie. Doch obwohl sie sich vom sowjetischen Modell distanziert hatte, konnte sie sich nach ‘89 nicht halten.
Moderne Konservative wie Carsten Linnemann stellen sich als ideologiefrei dar. Doch ihr pseudo-pragmatisches Gerede entlarvt sie als Ideologen der Alternativlosigkeit.
In einer E-Mail an Jeffrey Epstein behauptete der ehemalige Barclays-CEO Jes Staley, die Massen würden nicht gegen die Reichen revoltieren, weil der Konsumismus sie bei Laune halte. Doch ganz so leicht lässt die Arbeiterklasse sich nicht abspeisen.
Nirgends zeigt sich die Verkommenheit der herrschenden Klasse so deutlich wie in den Epstein-Files. Doch während die Eliten weitgehend straflos davonkommen, werden die Armen zu Verbrechern erklärt und bekommen die Härte des Repressionsapparats zu spüren.
Die Melania-Doku, ein zweistündiges Instagram-Reel mit Marie-Antoinette-Anklängen, fügt sich nahtlos ein in die Monarchie-Fantasien, die Donald Trump mit der Umgestaltung des Weißen Hauses und der ganzen USA verfolgt.