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Enteignet!

Enteignen statt Bausparen

  • Ines Schwerdtner

Der Konflikt um die privaten Gewinne aus Immobilien wird mit aller Härte ausgetragen werden: zwischen den Milliardären, ihren Lakaien in Amt und Würden – und uns.

Luxus-Geisterhäuser

  • Branko Marcetic

Es bringt nichts, danach zu fragen, warum Obdachlosigkeit trotz großen Reichtums in unseren Gesellschaften existiert. Denn die Superreichen sind genau der Grund für dieses Problem.

Obdachlosigkeit als »Projekt«

  • Matthias Ubl

Auf RTL 2 erhalten Obdachlose 10.000 Euro, um sich aus der Straßenexistenz »herauszukämpfen«. Was als Charity daherkommt, ist brutale Ideologie.

Was macht eine Wohnungspolitik sozialistisch?

Eine Geschichte sozialer Wohnpolitik

  • Andrej Holm

Mit der aufkommenden Arbeiterbewegung rückten auch die Wohnverhältnisse der Menschen ins Zentrum. Bis heute wird darum gerungen, das Wohnen der Logik des Marktes zu entziehen. Doch welcher Ansatz verspricht den größten Erfolg?

Katrin Lompscher – die Berliner Bausenatorin, die den Mietendeckel einführte.

20.04.

  • Johannes Liess

Katrin Lompscher ist eine Frau vom Fach. In diesem ersten Interview seit ihrem Rücktritt sprach sie mit JACOBIN über ihre Zeit als Senatorin, die Perspektiven linker Wohnpolitik und die Widersprüche sozialistischen Regierens.

Der Kampf gegen Stühle ist aussichtslos.

Gegen Stühle!

  • Colin McSwiggen

Manche Stühle sind besser als andere, aber im Grunde sind sie alle schlecht.

Ran ans Immobilienvermögen

  • Phillipp Mattern
  • Phillipp Möller

Der Immobilienboom der letzten Jahre hat die Vermögensungleichheit verschärft. Dazu kommen nun die Pandemie und ihre Kosten. Um die Krisengewinner zur Kasse zu bitten, brauchen wir die richtigen Werkzeuge. Etwa eine Vermögensabgabe und eine Hauszinssteuer.

Grüne Wände

  • Benedikt Walker
  • Frederick Coulomb

Es gibt zu wenige Wohnungen für alle und die existierenden sind klima- und umweltschädlich. Wir müssen umbauen.

Fotografie

08.03.

  • Grace Blakeley

Margaret Thatcher ist dafür bekannt, die Gewerkschaften zerschlagen und den Bankensektor dereguliert zu haben. Der Schlüssel ihrer Macht war aber das Eigenheim.

Viele Vermieter weigerten sich, an Gastarbeiter zu vermieten — also bot man ihnen das an, was man auf dem Markt nicht mehr loswurde:
baufälligen Wohnraum in den abbruchreifen Sanierungsgebieten der Stadt.

Gestern Gallus, heute verdrängt

  • Astrid Zimmermann

Die Altbauwohnung in der Großstadt ist heute der Sehnsuchtsort der oberen Mittelschicht. In den 1960er Jahren wollte noch niemand in den baufälligen Altbauquartieren wohnen – also wurden Gastarbeiterfamilien dort untergebracht. Die Geschichte einer ausgrenzenden Wohnpolitik.

»Ich war noch nie in meinem Leben an einer Demo, aber jetzt ist so«, sagt Frau Benninger, 93, aus Basel.

»Man darf die Verfassung nicht überbewerten«

  • Ines Schwerdtner

In vielen Städten wächst eine regelrechte Mieterbewegung heran. Kampagnen, Initiativen und Verbände versuchen per Gesetz eine andere Politik zu erzwingen. Wir haben mit zwei von ihnen über den Schutz vor Verdrängung und die Organisierung gegen die Immobilienlobby gesprochen.

Bauplan für die Welt

  • Anna Kats

Im sozialistischen Jugoslawien entstand ein experimentelles Wohnungsbauprogramm für die Massen. Die günstige und variable Bauweise war so beliebt, dass die Pläne ihren Weg bis ins vom Kolonialismus befreite Angola fanden.

Schichtende

  • Fabian Vugrin

Der harte Umbruch zur E-Mobilität könnte einen massenhaften Stellenabbau in den Daimler-Werken in Berlin-Marienfelde zur Folge haben. Gestern Nacht rief die IG Metall zu Warnstreiks auf. Denn die Beschäftigten wollen über ihre Zukunft mitentscheiden.

Die Stadt ist tot, es lebe die Stadt!

  • Owen Hatherley

Um die Wohnungskrise zu lösen, müssen wir zurück in die Zukunft reisen.

Auszugsweise Übersetzung aus: Luise Kautsky »Vienna under the red flag«, in: The Social-Democrat, No.2/198, Vol. XLVI, October 1929, pp. 5–6.

Wien unter der Roten Fahne

  • Luise Kautsky

Luise Kautsky berichtet aus einer anderen Zeit, in der in Wien der Hoffnungsstern des Sozialismus glühte.

Die Fassade des Hotel Uzbekistan aus der Fußgängerperspektive

Im Epizentrum der Völkerfreundschaft

  • Thomas Zimmermann

In der usbekischen Hauptstadt Taschkent wurden einst die schönsten Platten der Welt gebaut. Doch die Geschichte der Katastrophe, die zum größten architektonischen Freundschaftsbeweis der Sowjetunion führte, kennt heute kaum jemand.

Mit seinem Programm einer Annäherung an die globale Ordnung der Obama-Ära verspricht Biden, ein gewalt- tätiges, räuberisches System wieder aufzurichten, das in den vergangenen Jahren immer mehr an Legitimität eingebüßt hatte.

08.03.

  • Nicole Aschoff

Joe Biden beschwört, die USA wieder zur moralischen Führungsmacht zu machen. Die Welt wird dadurch keine bessere.

#4
Enteignet!

Die Wohnungspolitik ist eine der zentralen Fragen unserer Zeit. In der neuen JACOBIN-Ausgabe versammeln wir Entwürfe einer anderen Stadt. Jetzt abonnieren!

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