Raul Zelik: Wir Untoten des Kapitals

Heute am 24. Juni 2020 beginnt um 18:30 Uhr die Protestkundgebung gegen die Verdrängung von Kisch & Co.

Um 19:30 Uhr startet die Online-Buchpremiere im Livestream und vor Ort in der Oranienstraße 25: live aus Kreuzberg mit Raul Zelik und Ines Schwerdtner. Event & Livestream werden organisiert von Suhrkamp, Jacobin Magazin und Kisch & Co.

Durch die Corona-Krise ist der Kapitalismus für einen Moment ins Stocken geraten. Erkennbar wurde, dass Krankenpflegerinnen systemrelevanter sind als DAX-Funktionäre. Doch damit sind der ökologische Kollaps und autoritäre Regime noch nicht aufgehalten. Raul Zelik beschreibt in seinem neuesten Buch, wie sozialer Fortschritt im 20. Jahrhundert möglich war und was wir für die Zukunft daraus lernen können. Wie kann radikale Politik umgesetzt werden, und wie sieht der grüne Sozialismus aus?

Im Livestream diskutieren Autor Raul Zelik und JACOBIN-Chefredakteurin Ines Schwerdtner live aus dem Buchladen Kisch & Co in Berlin-Kreuzberg.

Kisch & Co wurde nach 23 Jahren der Mietvertrag nicht verlängert. Sie sind von Räumung bedroht. Wir solidarisieren uns mit den Betreiber*innen und sagen: Kisch & Co bleibt!

Raul Zelik ist Schriftsteller, Politikwissenschaftler und Übersetzer.
Ines Schwerdtner ist Chefredakteurin des Jacobin Magazins.



Raul Zeliks neues Buch »Wir Untoten des Kapitals. Über politische Monster und einen grünen Sozialismus« erscheint am 22.06.2020 bei Suhrkamp, hat 328 Seiten und kostet 18,00 €.

Buch-Inhalt

Das Untote scheint sich unserer Gesellschaft zu bemächtigen – »seelenlose Städte«, ein Wirtschaftsmodell, das gutes Leben mehr zerstört als ermöglicht, die Rückkehr der faschistischen Monster. Raul Zelik fragt, wie diese Entwicklungen zusammenhängen und wie sie sich stoppen lassen. Bei dieser Suche wendet er sich einer weiteren Untoten zu, die einfach nicht sterben will: der sozialistischen Idee.

Ohne eine Stärkung des Gemeineigentums, so Zelik, werden weder der ökologische Kollaps noch der drohende Sturz in den Autoritarismus zu verhindern sein. Die vielfältige Krise bedarf eines großen emanzipatorischen Gegenentwurfs. Zelik skizziert, wie sich die Linke neu erfinden kann, worin ein sozialistisches Projekt bestehen muss und woher die gesellschaftliche Macht kommen soll, um eine derartige Transformation umzusetzen.