23. April 2026
Heute vor 50 Jahren wurde der Palast der Republik eröffnet. Der Chronist Rudolf Denner erzählt im Interview, wie er jenseits vom »Lampenladen«-Klischee von den Menschen wahrgenommen wurde und warum die BRD ihn wirklich abreißen ließ.

Reges Treiben um die Gläserne Blume im Foyer des Palastes bei einem Konzert von »Rock für den Frieden«, 1982.
Genau fünfzig Jahre ist es her, dass am 23. April 1976 das wohl bekannteste Gebäude der DDR zum ersten Mal seine Pforten öffnete. Das prunkvolle Foyer mit Boden aus Marmor und einer charakteristischen Lichtinstallation lud hinter der Glasfassade in den Palast der Republik: Ein sowohl für die alltägliche Freizeit als auch für kulturelle Großveranstaltungen konzipierter Ort, der bis heute als ein Paradebeispiel für die Umsetzung von öffentlichem Luxus in der Stadtplanung gilt.
Auch als sozialistisches Prestigeobjekt angelegt, ist der Palast zu einem Identifikationsobjekt für viele Menschen in der DDR geworden. Als das Gebäude aufgrund von Asbestbelastung geschlossen wurde und nach der Wende erste Pläne für einen Abriss vorlagen, bildete sich schnell eine breite soziale Bewegung für den Erhalt des Ortes. Darunter auch der Freundeskreis Palast der Republik, dessen Wanderausstellung bis heute an den Palast erinnert.
Als Zeitzeuge und Sprecher des Vereins hat Rudolf Denner die gesamte Lebensdauer des Palastes persönlich miterlebt: Vom brummenden Vollbetrieb über die ersten Proteste für den Verbleib bis zum schlussendlichen Abriss selbst. Und als Chronist hat er diese Geschichte auch fotografisch dokumentiert. Mit Jacobin spricht er über seine persönlichen Erlebnisse im Palast, die Hürden der Protestbewegung und darüber, welche politische Kraft in der Erinnerung liegt.
»Wenn da ein brasilianisches Ballett aufgetreten ist, das war schon was. Heute wird immer bloß Udo Lindenberg genannt. Da gab es viel interessantere Leute.«
Herr Denner, Sie haben den Palast der Republik als DDR-Bürger noch selbst besuchen können. Was waren damals Ihre ersten Eindrücke?
Mit meiner Familie bin ich schon in den ersten Tagen da gewesen, wir haben uns das natürlich direkt angesehen: Das große Foyer, der große Saal, die gesamte Architektur im Inneren des Gebäudes – wir waren sehr beeindruckt. Auch von der gastronomischen Versorgung: Drinnen gab es über ein Dutzend Gaststätten mit ungefähr 1.500 Plätzen. Da gab es eine Milchbar, eine Kaffeebar, aber auch eine Weinstube und natürlich eine Kneipe. Sogar einen Jugendtreff mit einer drehbaren Tanzfläche hat es im Erdgeschoss gegeben.
Gab es auch Orte, an denen man nichts konsumieren musste?
Ja klar, im großen Foyer ist immer was los gewesen. Da fand beispielsweise ein Turniertanz statt, was sich wegen der großen Fläche anbot. Oder es gab Tage der Volkskunst, an denen sich jeder Bezirk der DDR dort vorstellen konnte: Mit Schnitzereien aus dem Erzgebirge oder Glasbläserei aus Thüringen. Man konnte natürlich auch vieles kaufen, aber nichts davon kostete Eintritt. Ich bin häufig mit meinen Töchtern da gewesen, um uns das Ganze in Ruhe anzuschauen. Der Nachmittag, der war da ganz schnell rum.
Welche Veranstaltungen sind Ihnen bis heute im Kopf geblieben?
Die großen Strauss-Konzerte. Da standen die Leute wirklich Schlange, um eine Karte zu bekommen. Ich hatte damals Glück und brauchte nicht anstehen. Aber auch »Rock für den Frieden«. Das war eine Konzertreihe, bei der neben den Sängern aus der DDR auch viele internationale Musiker aufgetreten sind.

Eine Tanzeinlage unter den berühmten Kugellampen, 1982.
Sowieso gab es tolle Veranstaltungen von internationalen Künstlern aller Sorten. Die Karten waren enorm begehrt und es war natürlich auch prestigeträchtig. Das war eben Unterhaltung in Hochkultur. Wenn da ein brasilianisches Ballett aufgetreten ist, das war schon was. Heute wird immer bloß Udo Lindenberg genannt. Das ist das absolut Dümmste, was man machen kann, da gab es viel interessantere Leute.
Im Palast gab es den großen Saal, der für kulturelle Veranstaltungen genutzt wurde, aber auch den kleinen Saal, in dem die Volkskammer ihre Sitzungen abhielt. Wie hat diese Nähe zum Staat die kulturellen Events beeinflusst?
Die Volkskammer hat nur drei, vier mal im Jahr getagt und war ein Trakt für sich. Ja, die Abgeordneten und Mitarbeiter sind in den Gaststätten zu Mittag essen gegangen, aber ansonsten war das abgeriegelt. Wir hatten mal im Freundeskreis jemanden, der das Sekretariat der Volkskammer geleitet hat. Er sagte: »Mit dem Palast hatten wir eigentlich gar nichts zu tun.«
Im Palast hat es ungefähr 21.000 größere Veranstaltungen gegeben. Von denen sind vielleicht 5 Prozent politischer Natur gewesen. Beispielsweise gab es internationale Konferenzen oder eben die Parteitage. Und im Übrigen nicht nur die der SED, sondern auch von anderen Parteien. Auch die FDJ hat dort ihre Versammlungen durchgeführt. In solchen Fällen wurde der Palast halt mal ein paar Tage lang für die Öffentlichkeit geschlossen, aber danach ging es lustig weiter. Das hat niemanden groß gestört, genau dafür ist der Palast ja auch gemacht worden.
»Der echte Grund für den Abriss war in meinen Augen ein politisch motivierter Kulturkampf. Alles, was an der DDR gut war, musste weg.«
Palazzo Prozzo, Erichs Lampenladen, Ballast der Republik – rückwirkend wird oft auf diese negativen Spitznamen verwiesen. Wie haben die DDR-Bürger den Palast damals wirklich wahrgenommen?
Na, wenn wir damals Besuch aus der Republik bekamen, dann war der Palast immer Pflichtprogramm. Wir haben nicht einmal »Palast der Republik« gesagt: Nee, wir gehen in »den Palast«. Und da kam auch keiner auf die Idee mit »Erichs Lampenladen« oder so – in meinem Kreis haben wir solche Ausdrücke nie gebraucht. Die vielen Lampen waren ja ein wichtiger Teil der Atmosphäre. Heute wird sich darüber echauffiert, dass so viele der Glühbirnen jährlich gesäubert werden mussten. Naja, das war halt so. Das muss heute in einem Gebäude doch genauso gemacht werden, oder nicht? Die Tatsache, dass solche Stereotypen laufend gebracht werden, weist doch darauf hin, dass das eigentlich Propaganda-Begriffe sind. Die sollen herabwürdigen, weiter nichts.
Dass der Palast für viele DDR-Bürger ein Stück Identität geworden ist, liegt an den nachhaltigen Erlebnissen, die man dort geteilt hat. Und dazu kommt dann auch der kollektive Widerstandswille, wenn man vom drohenden Abriss hört. Der Palast war eben unser aller Haus.
Noch kurz vor der Wende wurde der Palast aufgrund des flächendeckenden Spritzasbests wieder geschlossen. Bis heute wird auch sein späterer Abriss häufig mit einer »Asbestverseuchung« begründet.
Ich halte das mit dem Asbest für einen vorgeschobenen Grund. Schon dieser Begriff der Asbestverseuchung ist ein Kampfbegriff. Es gibt immer Möglichkeiten, reale Mängel zu beseitigen. Und eine erste Asbestsanierung hatte bis 2003 ja schon stattgefunden. Notfalls hätte man dann eben auch weitere Maßnahmen prüfen müssen. Das ist vor allem eine Frage dessen, was einem die Erhaltung des Ortes wirklich wert ist. Der echte Grund für den Abriss war in meinen Augen ein politisch motivierter Kulturkampf. Es ging wieder um diese Herabwürdigung: Alles, was an der DDR gut war, musste weg.

Um das dreißigjährige Bestehen der DDR zu feiern, werden Feierlichkeiten im Palast der Republik abgehalten, 1979.
Als klar wurde, dass ein Abriss bevorsteht, bildeten sich breite Proteste für den Erhalt des Palasts. Wie haben Sie diese Phase erlebt?
Zur Palast-Truppe bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ich bin mal zufällig am bereits dichtgemachten Palast vorbeigelaufen und habe dort die Bürgerinitiative gesehen. Die haben dort eine Versammlung abgehalten, eine sanfte Palastbelagerung. Auch Künstler, die selbst mal im Palast aufgetreten sind, waren dabei. Da bin ich natürlich ins Gespräch gekommen und habe sofort angefangen, zu fotografieren.
Schlussendlich waren drei Viertel der Leute dafür, dass der Palast erhalten bleibt. Und genau das ist von den damaligen Regierenden absolut negiert worden. Man hatte Anfang der 90er Jahre den Beschluss gefasst, den Palast der Republik, das Außenministerium und das Staatsratsgebäude komplett abzureißen. Es sollte einfach alles weg. Beim Palast der Republik wusste man aber: Da gibt's eine Volksmeinung, das kann Ärger geben. Um sein Gesicht zu wahren, musste man also adaptieren und hat dann im Prinzip die Salamitaktik angewandt.
Stück für Stück.
Ganz genau. Erst schließen, dann herabwürdigen, und dann regelrecht verkommen lassen. Das hat man gemacht, indem man einfach so lange die Heizung und die Belüftung abgestellt hat, bis das Gebäude auch von außen sehr marode aussah.
Das ist die damalige Taktik des Gegners gewesen. Für die Bevölkerung und auch für uns war diese Taktik so aber nicht immer sichtbar. Und deshalb war es auch sehr schwer, den Kampf für die Erhaltung zu führen. Man wusste vor allem nie so richtig: »Ja, gegen wen kämpfen wir denn nun eigentlich?« Da gab es den Bauminister, den Kulturstaatssekretär, aber auch den Bundestag. Bis da von uns oder anderen Vereinen ein aktiver Kampf geführt werden konnte, dauerte es lange. Wer da die eigentlichen Entscheidungen getroffen hat, war sehr undurchsichtig. Das war das Hauptproblem.
Ab 2004 fanden im bereits entkernten Palast zwischenzeitlich wieder kulturelle Veranstaltungen statt. Der Wunsch nach dem Erhalt des Gebäudes war dabei häufig Teil der Installationen. Gab es die Idee, den Palast einfach weiter zu besetzen?
Wir haben die Idee einer Besetzung durchaus geprüft, aber da hätten sie uns wegen Hausfriedensbruch angeklagt. Ich habe immer dafür plädiert, alle wirksamen Mittel zu nutzen, solange es uns nicht schadet. Aber auf letzteres muss man eben auch achten. Und für einen Hungerstreik im Gebäude wären wir schon damals zu alt gewesen.
»Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin-Friedrichshain ist sozusagen der kleine Bruder vom Palast. Seit anderthalb Jahren planen sie, das auch noch abzureißen.«
Gerade weil ich auch keine andere Möglichkeit sah, habe ich mir gesagt: »Wenn ich es schon nicht verhindern kann, kann ich es zumindest fotografisch dokumentieren.« Und heute weiß ich, wie wichtig es war, dass wir das getan haben. Denn wer diese Bilder hat, der hat nicht nur das uneingeschränkte Urheberrecht, sondern auch die uneingeschränkte Interpretationshoheit. Wer Geschichte verstehen will, muss einzelne Fakten immer im Kontext betrachten. Darum geht es auch hier: Die einzelnen Bilder zusammen mit ihrem Kontext festzuhalten.
In welchem Kontext muss man den Palast betrachten, um seine Geschichte zu verstehen?
Solange es noch Möglichkeiten gab, für den Erhalt zu kämpfen, haben wir uns als Freundeskreis immer auf den Palast der Republik konzentriert. Aber nach dem Abriss hat sich bei uns die Meinung herausgebildet, dass der Palast eigentlich nur das prominenteste Beispiel für diese Form der Geschichtsentsorgung ist. In der DDR hat es immerhin zweitausend Kulturhäuser gegeben. Einige sind erhalten worden und werden bis heute genutzt, aber viele hat man eben auch entsorgt oder zweckentfremdet. Wir sind der Ansicht, dass diese Entwicklung auch eine Verletzung des Einigungsvertrages ist. Dort heißt es sehr konkret, dass die »kulturelle Substanz« keinen Schaden nehmen darf.
So wird auch deutlich, worin die Parallele zum heutigen Kampf um das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin-Friedrichshain besteht. Das SEZ ist sozusagen der kleine Bruder vom Palast. Seit anderthalb Jahren planen sie, das auch noch abzureißen – dafür wollen sie dort Hochhäuser bauen. Mir war direkt klar, da hängen wir uns mit rein. Vielleicht können wir mit einigen Erfahrungen und Hinweisen ja behilflich sein.
Das heutige Berlin ist ein vollkommen anderes als das Ost-Berlin der 80er Jahre. Wie müssten öffentliche Räume heutzutage aussehen, damit sie der Stadt das geben, was der Palast damals den Menschen gegeben hat?
Die Tradition der Volkshäuser geht auf die Gewerkschaften zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurück. Es brauchte schließlich Orte, an denen man Versammlungen abhalten, aber auch zusammen Geselligkeit erleben konnte. Heute müsste so ein Ort nicht anders aussehen. Die Frage wäre eher, welchen gesellschaftlichen Ausgangspunkt er bekäme: Ein echtes Volkshaus muss schließlich auch von einer breiten Institution getragen werden. Das könnte eine Volkspartei sein oder eine Gewerkschaft. Eine Volkspartei mit der Kompetenz, so ein Projekt umzusetzen, sehe ich in unserer zersplitterten Parteienlandschaft aber gar nicht. Und auch die Gewerkschaften haben sich viel zu sehr in das System integriert, um noch die nötige Kraft aufzubringen.

Gastronomie unter Genossen: In den öffentlichen Gängen des Palastes wird Kunst ausgestellt, 1984.
Manche Aktivisten fordern auch heute noch, den Palast im Original wieder aufzubauen. Was halten Sie davon?
Eigentlich gar nichts. Wir vom Freundeskreis sind keine Nostalgiker, wir sind Realisten. Den Palast wieder aufzubauen würde ja auch bedeuten, das Schloss wieder abzureißen. Und den Vorwurf möchte ich mir wirklich nur sehr ungerne machen lassen. Da könnte man schnell sagen, dass das ja genau der gleiche Unsinn ist, den wir anprangern.
Der Palast selbst konnte ja nur gebaut werden, weil 1950 das ursprüngliche Berliner Schloss auf Beschluss der SED-Führung gesprengt worden ist. War dieser Abriss auch Unsinn?
Das Schloss ist während des Krieges schwer bombardiert worden und hat vier Tage gebrannt. Ulbricht hat eigentlich nur eine Ruine beseitigen lassen, genauso wie man es an vielen anderen Stellen auch getan hat. Das Braunschweiger Schloss wurde auch abgerissen, aber da redet kein Mensch drüber. Dazu kommt der historische Kontext: Die Hohenzollern selbst haben Hitler unterstützt. Diesen Zusammenhang muss man schon erkennen, bevor man über den Abriss des Schlosses urteilt.
Nach dem Abriss des Palastes wurde der Spruch »Die DDR hat’s nie gegeben« auf die Ruine gesprüht. Die Phrase erlangte Bekanntheit, weil sie genau den von Ihnen angesprochenen Geschichtsrevisionismus so ins Lächerliche zog. Sie waren beim Abriss des Palastes selbst auf der Baustelle vor Ort und wissen sogar, wer der Urheber ist. Verraten wollen Sie es uns aber nicht, oder?
Nee, das verrate ich nicht. (lacht) Aber vom Abriss kann ich trotzdem berichten – ich bin immerhin einer der Ersten gewesen, der die Baustelle auch von innen fotografiert hat. Von außen war das kein Problem. Und als es dann oben geöffnet wurde, konnte man auch vom Dom aus reinschauen. Aber für die interessanten Sichtachsen musste man natürlich auch mal in das Gebäude rein.
»Die Tradition der Volkshäuser geht auf die Gewerkschaften zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurück. Es brauchte schließlich Orte, an denen man Versammlungen abhalten, aber auch zusammen Geselligkeit erleben konnte.«
Ich bin dann zum Abrissleiter gegangen und habe mich vorgestellt. Daraufhin ist der direkt an seinen Schrank gegangen und hat eine Akte rausgeholt: »Gucken Sie mal, Herr Denner, was ich hier habe.« Da zeigte er mir ein Schreiben vom Senat, in dem schon vor mir gewarnt wurde. Das fand ich ehrlicherweise ziemlich lustig. Und weil meine Beweggründe vernünftig erschienen und ich alles auf eigene Gefahr machte, sind wir uns trotzdem noch einig geworden.
Der Freundeskreis organisiert selbst eine Wanderausstellung, um auch heute noch an den Palast zu erinnern. Was macht gelungene Erinnerungen aus?
Ohne die Atmosphäre im Palast zu verstehen, ist es sehr schwer, das Verhältnis der Menschen zum Palast nachzuvollziehen. Auf meinen Bildern habe ich versucht, dieses Verhältnis einzufangen. Neben den Fotos habe ich auch einzelne Bauteile als physische Erinnerungen mitnehmen können. Etwa kleine Teile des Marmorbodens oder auch handgroße Schrauben. Während dem Abriss lagen überall Scherben von der zerstörten Fassade. Da kam mir die Idee, eine der intakten Fensterscheiben zu erhalten.
Vor Ort wurde mir dann gesagt, ich solle einfach unter der Hand eine mitnehmen, aber die hätten wir ja gar nicht ausstellen können. Ich habe mir daher von der Stadt eine Erlaubnis für die Mitnahme dieser Scheibe geben lassen. Und bei unseren Ausstellungen haben wir diese offizielle Genehmigung im schönsten Amtsdeutsch natürlich immer dazu geklebt. Die meisten Leute amüsieren sich mehr über dieses Schreiben als über die Scheibe selbst. (lacht)
Aber auch da geht es wieder um den historischen Kontext. Nur wenn man die Hintergründe kennt, kann man auch richtig fotografieren. Und umgekehrt wird das Argument, das ich mache, erst dadurch überzeugend, dass ich es am konkreten Objekt mache. An einem Objekt, das von vielen akzeptiert und gewürdigt worden ist. Wir konnten den Palast nicht retten, aber man kann mit dem, was damals passiert ist, eine Gesellschaft vorführen. Und das mache ich mit großem Vergnügen.
Rudolf Denner ist fotografischer Chronist und Sprecher des Freundeskreises Palast der Republik.