Nein, die Ausländer nehmen den Deutschen nicht die Jobs weg
Sahra Wagenknecht behauptet, dass Migration den Lebensstandard arbeitender Menschen in Deutschland verschlechtert. Das ist schlichtweg falsch.
Sahra Wagenknecht behauptet, dass Migration den Lebensstandard arbeitender Menschen in Deutschland verschlechtert. Das ist schlichtweg falsch.
Union und FDP übernehmen gerade die AfD-Forderung, ukrainischen Geflüchteten das Bürgergeld zu streichen. Das sei im Interesse des »deutschen Steuerzahlers«. Tatsächlich nützt das nur den Unternehmen.
KI öffnet neue Einfallstore für einen Klassenkampf von oben, dem Gewerkschaften nicht beikommen werden, wenn sie einseitig an der Sozialpartnerschaft festhalten.
Asylsuchende für 80 Cent die Stunde zur Arbeit zu verpflichten, bestraft sie für etwas, an dem sie gar nicht schuld sind. Denn nicht ihre vermeintliche Arbeitsscheu, sondern etliche bürokratische Hürden halten sie davon ab, reguläre Arbeit zu finden.
In der Paketzustellung werden überwiegend migrantische Beschäftigte mithilfe dubioser Subunternehmerketten im Auftrag der großen Player wie Hermes oder Amazon ausgebeutet. Doch sie beginnen, sich zu wehren.
Schwedens große Gewerkschaften können mit den immer rücksichtsloseren Arbeitgebern nicht mehr Schritt halten. Ausgebeutete migrantische Bauerbeiter organisieren sich deshalb bei den Syndikalisten und zeigen, was offensiver Arbeitskampf erreichen kann.
Die Gewerkschaft UAW hat in einem VW-Werk in Tennessee einen weiteren Sieg errungen: Erstmals erhalten Beschäftigte eines ausländischen Automobilherstellers in den Südstaaten eine Interessenvertretung. Im Interview spricht einer von ihnen über den Erfolg.
Die GDL hat mit der 35-Stunden-Woche einen großen Erfolg errungen. Doch dem Tarifvertrag sind einige Stolperfallen eingeschrieben, auch gilt er nur für einen kleinen Teil der Bahn-Belegschaft. Künftigen Arbeitskämpfen bleibt viel zu tun.
Teile des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes drohen, den Arbeitsmarkt zu deregulieren – zum Nachteil ausländischer wie einheimischer Beschäftigter. Um sich für die demografische Krise zu wappnen, sollte die Bundesregierung im Gegenteil auf gute Arbeit setzen.
Die Schweizer Gewerkschaften haben eine Volksinitiative für eine dreizehnte Rentenzahlung gewonnen und zugleich eine Anhebung des Rentenalters verhindert. Der Erfolg zeigt einen Weg für soziale Politik in dem als konservativ geltenden Land auf.
Immer öfter ist zu hören, die GDL solle sich an einem Busfahrerstreik von 2018 in Japan orientieren, der die Passagiere verschonte. Doch der Vergleich hinkt vorne und hinten. In Wirklichkeit geht es wieder nur darum, gewerkschaftsfeindliche Stimmung zu schüren.
Wenn Klimaaktivisten meinen, mit Sabotageaktionen gegen Tesla eine bessere Zukunft erreichen zu können, und Beschäftigte sich schützend vor ihre Arbeitsplätze stellen, dann haben erstere und nicht letztere ein »falsches Bewusstsein«.