Lulas Sieg ist ein Hoffnungsschimmer für uns alle
Mit seinem Sieg über die radikale Rechte geht Brasiliens Präsident Lula da Silva in eine historische vierte Amtszeit. Sein jüngster Erfolg bietet auch Erkenntnisse für die Linke weltweit.
Mit seinem Sieg über die radikale Rechte geht Brasiliens Präsident Lula da Silva in eine historische vierte Amtszeit. Sein jüngster Erfolg bietet auch Erkenntnisse für die Linke weltweit.
Die deutsche Fleischindustrie verschleißt Körper und Psyche ihrer Arbeiter und opfert Millionen von Tieren für den Profit. Schlachter wie Geschlachtete haben ein gemeinsames Interesse, von diesem System befreit zu werden.
In Frankreich protestieren Hunderttausende gegen soziale Missstände. Rechte Politiker und Medien behaupten dagegen, Linke und Muslime würden gemeinsam die westliche Zivilisation bedrohen. Der Kulturkampf soll von den sozialen Konflikten ablenken.
Spotlight
Die Lebensmittelpreise explodieren. Die Brot-und-Butter-Politik kehrt zurück. Unsere aktuelle Ausgabe »Essen« nimmt das zum Anlass, um zu fragen, wem unser Lebensmittelsystem dient und warum es trotz ausreichender Nahrung so schwer ist, alle satt zu bekommen.
Die großen Tech-Konzerne schöpfen über ihre Cloud-Dienste massenhaft Daten aus der Landwirtschaft ab. Sind diese Daten notwendig ein Herrschaftsinstrument oder können sie auch Werkzeug der Befreiung sein?
Mit Essen in der Hand Politik zu machen, will gekonnt sein. Ansonsten wird es schwer, das Lebensmittelsystem zu demokratisieren.
Das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Landwirten und Saisonarbeitern verschiebt sich leicht zugunsten der letzteren. Doch nach wie vor werden beide von der Marktmacht der großen Einzelhändler erdrückt.
Die deutsche Fleischindustrie verschleißt Körper und Psyche ihrer Arbeiter und opfert Millionen von Tieren für den Profit. Schlachter wie Geschlachtete haben ein gemeinsames Interesse, von diesem System befreit zu werden.
Anton Jäger lehrt Ideengeschichte und politische Theorie an der Universität Oxford und ist Autor des Buches »Hyperpolitik: Extreme Politisierung ohne politische Folgen«.
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Grace Blakeley ist Ökonomin und Autorin mehrerer Bücher, darunter »Stolen: So retten wir die Welt vor dem Finanzkapitalismus« und »Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus«.
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Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel und Co-Autor der Bücher »Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus« und »Zerstörungslust: Elemente des demokratischen Faschismus«.
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Clara Mattei ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Tulsa, Gründerin von FREE: Forum for Real Economic Emancipation und Autorin von »Die Ordnung des Kapitals«.
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Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Kürzlich ist sein neues Buch »Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende« erschienen.
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Şeyda Kurt ist Schriftstellerin, Publizistin und Moderatorin. Sie ist Autorin der Bestseller »Radikale Zärtlichkeit« und »Hass«. Gerade erschien ihr erster Roman »Zeit der Monster«.
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In den nächsten Jahren entscheidet sich, wie die Beatles erinnert werden. Zentristen wollen die Fab Four für sich vereinnahmen. Dabei waren sie unbestreitbar Teil der Linken.
Dahabflex rappt über Widerstand statt über Drogen und Markenklamotten. Im Interview spricht er über seine Politisierung, die Kontroverse um seinen Auftritt bei der Berliner Linken und die Musikindustrie.
Chemiekonzerne verkaufen Pestizide, die im Westen bereits verboten wurden, unbehelligt weiter in den Globalen Süden. Kenianische Bauern und Landarbeiter, die mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen, wehren sich jetzt gegen das Unrecht.
Eine alternde Gesellschaft hat höhere Ausgaben für Pflege, Gesundheit und Rente. Das ist an sich aber kein unlösbares Problem. Was wir brauchen? Eine produktive Wirtschaft und eine feministische Offensive, die das Leben ins Zentrum stellt.
In den USA werden immer mehr Menschen in Abschiebelagern festgehalten, oft ohne Straftat und ohne Aussicht auf ein Ende ihrer Haft. Doch die Lager sind kein rein amerikanisches Phänomen. Auch Europa baut ein globales System der Migrationskontrolle aus.
Vor 70 Jahren forderten rumänische Studenten Arbeiterselbstverwaltung, Meinungsfreiheit und den Abzug sowjetischer Truppen. Sie wollten den Sozialismus demokratisch erneuern, nicht beseitigen – doch die Staatsmacht schlug die Revolte brutal nieder.
Auf der kroatischen Insel Korčula erprobten kritische Marxisten einen Sozialismus jenseits von Parteibürokratie. Doch das Experiment scheiterte, und einige seiner Vordenker wandten sich später dem Nationalismus zu. Sein Erbe bleibt dennoch aktuell.
Der erste dokumentierte Streik der Geschichte vor über 3000 Jahren entzündete sich an ausbleibenden Essensrationen. Über die Verschiedenheit der Epochen hinweg bezeugt er eine geteilte Realität von Arbeitenden in allen Klassengesellschaften.
Der Genozid in Namibia begann nicht erst 1904, sondern mit dem Massaker von Hornkranz. Bis heute verweigert die Bundesrepublik eine echte Aufarbeitung. Stattdessen versucht sie, grüne Kraftwerke auf den Massengräbern der Opfer zu bauen.
Im Jahr 1919 eroberten Sozialisten das Wiener Rathaus und gingen neue Wege, um die dramatische Wohnungsnot in der Stadt zu beheben. Das Rote Wien kann auch heute noch als Inspiration für linke Stadtpolitik dienen.
Das Buch »Empire« von Michael Hardt und Antonio Negri galt in den frühen 2000ern als wegweisende Globalisierungstheorie jenseits veralteter marxistischer Denkmuster. Doch der von ihnen als dauerhaft beschriebene kapitalistische Internationalismus liegt heute in Trümmern.
Der Rückhalt für die traditionellen Volksparteien ist so schwach wie noch nie. Im Interview erklärt Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi, warum die AfD von dieser Dynamik so stark profitiert und was linke Parteien seiner Meinung nach anders machen müssen, um den Trend aufzuhalten.
Die Linke hat sich das Wort »böse« abgewöhnt, die Rechte nutzt Moral dafür umso lieber. Susan Neiman warnt: Wer auf moralische Sprache verzichtet, überlässt das Feld denen, die sie für unmoralische Ziele einsetzen.
Chinas Internet war einmal relativ offen. Heute ist es ein streng kontrolliertes Ökosystem, das für Menschen im Westen eine weitgehend unbekannte Welt ist. Aber das heißt nicht, dass das westliche Internet »frei« und das chinesische »autoritär« ist.
Cedric J. Robinsons »Black Marxism« gilt als Meilenstein der antirassistischen Theorie. Doch der marxistische Historiker August Nimtz widerspricht dessen Analyse von Rassismus, Klasse und Revolution. Im Interview erklärt er, warum.