Die deutsche Autoindustrie rutscht in die Peripherie ab
Weil deutsches Kapital den technologischen Anschluss an China verloren hat, stehen bei VW 100.000 Jobs auf dem Spiel. Standortpolitik alleine wird nicht reichen, um diese Krise zu lösen.
Weil deutsches Kapital den technologischen Anschluss an China verloren hat, stehen bei VW 100.000 Jobs auf dem Spiel. Standortpolitik alleine wird nicht reichen, um diese Krise zu lösen.
Zum Training brauchen palästinensische Sportler oft Stunden statt Minuten. Doch nicht Checkpoints allein bremsen sie – die Besatzung durchdringt jeden Winkel ihres Alltags und macht Fußball zum Akt des Widerstands.
Der Generation Z wurde jahrelang vorgeworfen, sie wolle nicht arbeiten. Jetzt zeigt eine Erhebung, dass so viele junge Menschen erwerbstätig sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr – weil steigende Lebenshaltungskosten sie dazu zwingen.
Spotlight
Nachdem die Trump-Regierung Kuba bereits den Zugang zu Öl abgeschnitten hat, greift sie nun gezielt die Fähigkeiten des Landes an, Nahrungsmittel anzubauen, zu verarbeiten und zu importieren – es sei denn, Kuba kauft bei US-Unternehmen ein.
Die Berliner FDP sagt nein zur Enteignung von Immobilienkonzernen. Landeseigene Wohnungen würde sie aber günstig an die Bewohner verkaufen. Wäre sie konsequent liberal, müsste sie dasselbe auch für Mieter von Deutsche Wohnen und Co. fordern.
Sozialabbau macht mehr als nur das Leben schwerer. Die Verdrängung aus sozialen Sicherungssystemen in die private Vorsorge soll die Basis für kollektives politisches Bewusstsein auflösen.
Die Kampagnenorganisation Campact sammelt Millionen, um damit Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Der Plan könnte aufgehen. Doch demokratisch ist das nicht.
Im September wählt Sachsen-Anhalt zwischen einer AfD-Alleinregierung und einer Anti-AfD-Allparteienkoalition ohne Vision. Der Wahlausgang könnte auch die Bundespolitik umsortieren.
Die AfD steht vor der Macht – allen Kampagnen »gegen rechts« zum Trotz. Wenn das nicht der Anfang vom Ende sein soll, muss der Antifaschismus neue Wege einschlagen. Unsere aktuelle Ausgabe macht den ersten Schritt.
Wir haben Carolin Amlinger, Richard Seymour, Eva von Redecker und Dylan Riley in einen Signal-Gruppenchat eingeladen, um zu ergründen, warum Rechte überall Kommunismus sehen und wie sie wirklich zur Demokratie stehen.
Der Kulturkampf-Antifaschismus ist gescheitert. Was kann ihn ersetzen?
Ekke Spiegel hat die Baseballschlägerjahre hautnah miterlebt, ist heute Busfahrer und will demnächst für Die Linke ins Berliner Abgeordnetenhaus. Im Interview spricht er über seinen politischen Werdegang und die hohen persönlichen Kosten der antifaschistischen Militanz.
Der DDR-Antifaschismus wird oft als marxistisch-dogmatisches Symboltheater zur Selbstrechtfertigung dargestellt. Enthält er trotzdem Lehren für heute?
Rekordhitze und Dürre in Europa zeigen, dass die Klimakrise eine ökonomisch zerstörerische Kraft ist. Wenn zukünftige Schocks nicht auf ebenso unvorbereitete Gesellschaften treffen sollen, muss die Klimapolitik einen neuen Anlauf machen.
Yanis Varoufakis bezeichnet die überwältigende Macht der Big-Tech-Konzerne über unsere moderne Wirtschaft als »Technofeudalismus«. In Jacobin erklärt er, dass dies keine moralische Bewertung ist, sondern eine marxistisch Kritik an den Dynamiken der heutigen Kapitalakkumulation.
Der ökonomische Mainstream behauptet, der Kapitalismus beruhe auf Konkurrenz. Doch heute ist an die Stelle des Wettbewerbs das Errichten privater Imperien getreten – und wir alle zahlen den Preis dafür.
In Bangladesch, Pakistan und Indien steigen die Temperaturen seit April regelmäßig über 40 Grad. Die Hitze fordert unzählige Todesopfer – insbesondere unter Arbeitern im informellen Sektor.
Karl Marx’ Analyse, dass der Kapitalismus dazu tendiert, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen, kann Aufschluss darüber geben, wie sich die Wirtschaft und die Nutzung von KI entwickeln könnten – und was das für Arbeiter bedeutet.
Anton Jäger lehrt Ideengeschichte und politische Theorie an der Universität Oxford und ist Autor des Buches »Hyperpolitik: Extreme Politisierung ohne politische Folgen«.
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Grace Blakeley ist Ökonomin und Autorin mehrerer Bücher, darunter »Stolen: So retten wir die Welt vor dem Finanzkapitalismus« und »Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus«.
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Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel und Co-Autor der Bücher »Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus« und »Zerstörungslust: Elemente des demokratischen Faschismus«.
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Clara Mattei ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Tulsa, Gründerin von FREE: Forum for Real Economic Emancipation und Autorin von »Die Ordnung des Kapitals«.
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Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. In Kürze erscheint sein neues Buch »Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende«.
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Şeyda Kurt ist Schriftstellerin, Publizistin und Moderatorin. Sie ist Autorin der Bestseller »Radikale Zärtlichkeit« und »Hass«. Gerade erschien ihr erster Roman »Zeit der Monster«.
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Am Sozialismus wird gebaut – auf einem Desktop ganz in deiner Nähe.
Nur wenige machen sich die Mühe, die Online-Taktiken der Alt-Right zu studieren und für linke Zwecke anzueignen. Der Künstler Joshua Citarella ist die Ausnahme. Im Interview spricht er über Kunstwelten, Internet-Subkulturen und die Meme-Pipeline.
Die moderne westliche Kriegsführung wird uns als »präzise« verkauft. Doch ihre zahlreichen zivilen Opfer sehen das anders. Wir haben mit Überlebenden im Irak gesprochen.
Widerstand gegen Unterdrückung beginnt damit, dass Menschen ihre eigenen Erfahrungen kritisch reflektieren. Was geschieht mit solchen Kämpfen, wenn wir unsere Urteilskraft an KI-Systeme auslagern?
Kostenloser Eintritt, keine Ausweispflicht, acht Wochen lang ein Ort für alle: Die Volksbühne verspricht mit ihrem Volksbad nichts weniger als Gleichheit. Hält dieses Versprechen einem Blick über den Beckenrand hinaus stand?
Er bekämpfte den Faschismus erst im italienisch besetzten Äthiopien, dann als Partisan in Italien selbst und schließlich als Teil der alliierten Streitkräfte in Deutschland: Die Geschichte von Abdisa Aaga ist einzigartig und zugleich beispielhaft.
Ghassan Kanafani war Maler, Journalist, Lehrer und PFLP-Kämpfer zugleich. Mit »Der Blinde und der Taube« liegt nun sein unvollendeter Roman erstmals auf Deutsch vor – und zeigt, wie untrennbar persönliche und koloniale Befreiung bei ihm verbunden sind.
Die Literatur der DDR wurde für historisch überholt erklärt: Weil sie sich dem Aufbau des Sozialismus widmete, habe sie uns heute nichts mehr zu sagen. Doch Carsten Gansels Buch »Ausradiert?« zeigt, dass es sich durchaus lohnt, sie wiederzuentdecken.
Das Recht auf Urlaub ist eine der größten Errungenschaften der sozialistischen Bewegung. Wir dürfen es auf keinen Fall verloren geben.
Vor 90 Jahren entfachte ein Putsch reaktionärer Militärs gegen die noch junge Republik den Spanischen Bürgerkrieg. Ohne die deutsche und italienische Unterstützung wäre den Spaniern der Sieg und die Diktatur General Francos wohl erspart geblieben.
Faschismus und Liberalismus gelten als absolute Gegensätze. Doch die Laufbahnen ordoliberaler Ökonomen im Nationalsozialismus zeichnen ein anderes Bild.
Während die US-Hegemonie wankt und eine neue Weltordnung entsteht, argumentiert der marxistische Ökonom Richard Wolff, dass der Kapitalismus in eine neue Ära historischer Umbrüche eintritt – und eine sozialistische Alternative dadurch wieder sichtbar wird.
Frank Deppe hat als einer der Hauptvertreter der marxistischen Marburger Schule in den 1980ern zu Machiavelli geforscht. Im Interview spricht er darüber, was es über unsere Zeit aussagt, dass der »Lehrer des Bösen« wieder vermehrt gelesen wird.
CDU und CSU übernehmen Positionen der AfD. Aber das gehört leider zum Standardrepertoire konservativer Parteien. Diese Entwicklung unter »Faschisierung« zu fassen, überstrapaziert den Begriff und erschwert die Analyse der Gegenwart.
Das aktuelle Chaos in der Welt lässt sich nicht verstehen ohne den Aufstieg einer global vernetzten Rechten, findet Lea Ypi. Im Interview spricht sie darüber, was die Linke tun muss, um ebenfalls wieder zu einer internationalen Kraft zu werden.