Wer wählt Marine Le Pen?
Die Gefahr, dass die Rechtsextremistin Marine Le Pen französische Staatspräsidentin wird, wächst. Doch an der Basis ihrer Partei Rassemblement National wimmelt es von Widersprüchen. Innenansichten einer fragilen Koalition.
Die Gefahr, dass die Rechtsextremistin Marine Le Pen französische Staatspräsidentin wird, wächst. Doch an der Basis ihrer Partei Rassemblement National wimmelt es von Widersprüchen. Innenansichten einer fragilen Koalition.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro instrumentalisiert Militär, Polizei und Justiz, um an der Macht zu bleiben. Gelungen ist ihm das mit der Hilfe von Liberalen und Zentristen, die die Linke mehr fürchten als Bolsonaros Autoritarismus.
Die schlimmste Hitzewelle seit 30 Jahren richtete in den griechischen Wäldern Verwüstung an. Wegen jahrelanger Sparpolitik fehlte es an der elementarsten Grundausstattung zur Bekämpfung der Brände. Die Gesellschaft steht am Rande des Kollaps.
Um die Wirtschaft zu verändern und die Menschheit vor dem Klimakollaps zu retten, braucht es Klassenpolitik. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Bei den Wahlen in Frankreich stehen die Chancen für linke Kräfte schlecht: Die Rechte dominiert die Debatten zu Identität und Immigration. Der ehemalige sozialistische Kandidat Benoît Hamon meint, dass die Linke nur noch mit dem Thema Ungleichheit gewinnen kann.
Letzte Woche wurde der sozialistische Filmregisseur Ken Loach aus der Labour Party ausgeschlossen. In seinem ersten Interview nach dem Rauswurf erzählt er, wie die Schmutzkampagne gegen den linken Flügel die Partei zerstört.
Die Prioritäten beim Rückzug aus Kabul machen offensichtlich, was jeder ahnen konnte: Bei der Militärintervention ging es nie um die Rechte der Menschen in Afghanistan. Der Westen hat seine Verbündeten verraten.
Dank der Unterstützung Pakistans und der vom Westen geförderten Korruption ist Afghanistan wieder unter Kontrolle der Taliban. Die Bilanz einer katastrophalen Besatzung.
Hunderttausende protestieren gegen die Einführung eines »Gesundheitspasses« in Frankreich. Was sich auf den Straßen zeigt, ist vor allem Ausdruck einer tiefen politischen Entfremdung.
Die Enthüllungen des Whistleblowers Daniel Hale sind keine Gefahr für die innere Sicherheit der USA, doch seine Verurteilung zu beinahe vier Jahren Haft ist ein Schlag gegen die Demokratie.
Nach der Bundestagswahl könnte die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung jährlich bis zu 80 Millionen Euro vom Staat bekommen – und damit auch ihre rechtsextremen Verbündeten in Ex-Jugoslawien unterstützen.
Als vor zwanzig Jahren Hunderttausende gegen den G8-Gipfel in Genua protestierten, schien eine Abkehr vom globalen Freihandel aussichtslos. Mittlerweile ist genau das eingetreten – und für die Linke tun sich neue Chance auf.