Im berühmt-berüchtigten Struwwelpeter kippelt der »Zappelphilipp« am Esstisch, fällt und zieht das gesamte Essen mitsamt Tischdecke zum Boden. Der »Zappelphilipp« ist ein Schreckgespenst vieler deutscher Schulen: Er zieht die gesamte Aufmerksamkeit des Lehrers auf sich, ist gewaltbereit, lenkt alle anderen Kinder ab und »sprengt« den Unterricht. Und in der Vorstellung vieler ist er zusätzlich männlich und migrantisiert. Diese Jugendlichen, die häufig unbehandeltes ADHS oder Autismus haben oder schlichtweg enorm sozial benachteiligt sind, dienen als Vorwand für ein neues Kulturkampf-Feld: gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung, kurz: Inklusion.
Die AfD will Kinder mit Behinderung aus der Schule verbannen
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt könnte das Ende der schulischen Inklusion bedeuten. Offiziell geht es um »unbeschulbare« Kinder – tatsächlich drohen Segregation und Hausunterricht für alle, die nicht ins Regelschulraster passen.
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