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Hat Andrew Tates Frauenhass endlich ausgedient?

Ein verstörender Bericht über den mutmaßlichen Sexhandel eines Anhängers von Andrew Tate zeigt wofür seine Weltanschauung steht: eine brutale Geschlechterhierarchie, in der Frauen maßlos ausgebeutet werden, während die meisten Männer zum Leben als »gescheiterte Loser« verdammt sind.

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Hat Andrew Tates Frauenhass endlich ausgedient?
Der frauenfeindliche Influencer Andrew Tate sieht sich derzeit in mehreren Ländern, darunter Rumänien, Anklagen wegen Vergewaltigung und Menschenhandels gegenüber. Bild: IMAGO / Lucian Alec

Ende Juli veröffentlichte das Magazin The Cut den Artikel »Revenge of the Simps« von Ezra Marcus. Es ist die Geschichte von Nikita Tyukalo, einem 21-jährigen Anhänger von Andrew Tate, der in Luxusmietwohnungen in den Vororten von Seattle einen Webcam-Sexhandelsring aufgebaut hatte. Das Besondere: Tyukalo wurde von selbsternannten »Simps« überführt, also von besessenen Fans der jungen Frauen, die Tyukalo ausbeutete. Den Simps war beim stundenlangen Streamen offenbar aufgefallen, dass etwas nicht stimmte.

Tatsächlich orientierte sich Tyukalo bei seinem Unternehmen direkt an Tates Kurs »Pimping Hoes Degree«, in dem Männern beigebracht wird, wie sie Frauen für die Online-Sexarbeit anwerben und deren Einnahmen einstreichen können. Die Männer, die sich Tyukalos Models vor den Bildschirmen ansahen, bauten ihrerseits eine Amateur-Ermittlungstruppe namens »White Knights« auf. Sie trugen Beweise für Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel zusammen und leiteten diese an die Polizei weiter. Im Juni stand dann ein SWAT-Team bei Tyukalo vor der Tür.