Europa steigt ab – und das ist gut so
Die EU muss nicht als Disneyland oder als Gated Community enden. Der Abschied von Großmachtfantasien könnte auch befreiend wirken.
Anton Jäger lehrt Ideengeschichte und politische Theorie an der Universität Oxford und ist Autor des Buches »Hyperpolitik: Extreme Politisierung ohne politische Folgen«.
Die EU muss nicht als Disneyland oder als Gated Community enden. Der Abschied von Großmachtfantasien könnte auch befreiend wirken.
Es gibt keinen Weg zurück zur Organisationskultur des 20. Jahrhunderts. Die Politik der Sozialen Netzwerke hat sich als Sackgasse erwiesen. Aber vielleicht ist da ein Mittelweg.
Michel Houellebecq schreibt fatalistische Romane über den Zerfall unserer Gesellschaft. Doch aus seiner Desillusionierung mit dem Kapitalismus findet der härteste Kritiker des westlichen Liberalismus keinen Ausweg.
Dies ist nicht die erste Einsamkeitsepidemie im Kapitalismus. Doch heute bieten Beziehungssimulatoren wie Replika eine neue Lösung: Dein persönlicher Chatbot-Lover.
Die Neue Alte Linke ist hin- und hergerissen zwischen Drogenkonsum und Abstinenz, Spontanität und Disziplin, Grundeinkommen und Planwirtschaft. Ihr jüngstes Trauma: Der Neoliberalismus stirbt – aber ohne ihr Zutun.
Politikwissenschaftler Robert Putnam beschrieb in »Bowling Alone«, wie das Wegsterben der Zivilgesellschaft eine soziale Einöde hinterlässt. Zwanzig Jahre später ist das Problem schlimmer, als er es sich je vorstellen konnte.
Manche Linke wollen die Arbeit abschaffen. Sozialistinnen und Sozialisten wollen sie verändern.
In den 1990er und 2000er Jahren legten Technokraten die politische Auseinandersetzung lahm. Heute ist die Gesellschaft wieder extrem politisiert – aber kaum politisch organisiert. Darum geht es in der Folge von Jacobin Talks.
In den 1990er und 2000er Jahren legten Technokraten die politische Auseinandersetzung lahm. Heute ist die Gesellschaft wieder extrem politisiert – aber kaum politisch organisiert.
Am 22. November 2013 veröffentlichte die britische Website The North Star einen Essay des Kulturtheoretikers Mark Fisher unter dem Titel »Exiting the Vampire Castle«.
Thomas Piketty zeigt mit seiner Forschung, dass Kapitalismus zwangsläufig zu Ungleichheit führt. Doch seine Gegenentwürfe fallen dürftig aus.
Der Historiker Rutger Bregman wurde über Nacht bekannt, als er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Milliardäre anprangerte. In seinem neuen Buch behauptet er, der Mensch sei »im Grunde gut«. Für eine andere Gesellschaft braucht es aber mehr.