Vom Populismus zur Politik
Der Populismusforscher Paolo Gerbaudo erklärt, warum Rechtspopulismus heute besser funktioniert als Linkspopulismus und welche Rolle die digitale Demokratie bei der Wiederbelebung der Parteikultur spielen könnte.
Der Populismusforscher Paolo Gerbaudo erklärt, warum Rechtspopulismus heute besser funktioniert als Linkspopulismus und welche Rolle die digitale Demokratie bei der Wiederbelebung der Parteikultur spielen könnte.
Der russische Angriff auf die Ukraine und der Aufstieg Chinas haben einige Linke zu der Annahme verleitet, die US-Hegemonie sei am Ende. Doch Trumps Agieren zeigt, dass die USA ihre imperialen Interessen weiterhin rücksichtslos durchsetzen.
Saskia Esken kam mit dem Versprechen, die SPD zu erneuern – und wurde zuletzt eiskalt abserviert. Ihr Rückzug verdeutlicht, wie aussichtslos jeder Versuch ist, die Partei zu ihren politischen Wurzeln zurückzuführen. Warum die Selbstaufgabe der SPD kein Grund zum Jubeln ist.
Die Debatte über den 8. Mai drehte sich vor allem um die Frage, ob russische Staatsvertreter an den Gedenkfeiern teilnehmen dürfen. Dieser Fokus droht auszublenden, wofür der Tag der Befreiung wirklich steht und wie relevant er in einer Zeit wachsender rechtsextremer Bedrohungen bleibt.
Die Linkspartei war lange nicht sichtbar genug am Arbeitsplatz, sagt der Volkswagen-Elektroniker und Gewerkschafter Cem Ince, der neu in den Bundestag einzieht für Die Linke. Im Gespräch mit JACOBIN schildert er, wie er das ändern will.
Das starke Wahlergebnis bietet der Linken die entscheidende Chance, sich als radikale Opposition zu erneuern. Um die AfD langfristig zu stoppen, muss die Partei die kommenden Jahre nutzen, um sich tiefer in der Gesellschaft zu verankern.
Die Linkspartei hat Grund für vorsichtigen Optimismus: Zum ersten Mal seit Jahren liegt sie in den Umfragen bei 5 Prozent, Tausende Neueintritte beleben den Wahlkampf. Hat die kränkelnde sozialistische Partei doch noch Leben in sich?
Gerade wo die Linke sich erneuern will, wird sie in einen verfrühten Wahlkampf hineingezogen. Ihre Zukunft hängt jedoch weniger davon ab, was am Wahltag passiert, als vom Parteiumbau danach.
Nicht wütende Männer, sondern die Unzufriedenheit mit dem Status quo hat Trump zum Sieg verholfen. Das einzige, was die Demokraten in Zukunft noch retten kann, ist ein radikaler Bruch mit der neoliberalen Orthodoxie.
Viele fürchten bei einer zweiten Trump-Amtszeit die Errichtung einer faschistischen Diktatur. Wahrscheinlicher ist jedoch ein beschleunigter gesellschaftlicher Zerfall, wie er die USA schon lange kennzeichnet.
Die Länder des Globalen Südens gehen in der Geopolitik zunehmend eigene Wege. Aber das ist nur die eine Seite des Wandels, den wir erleben.
Das Ergebnis der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen zeigt: Die AfD wird als glaubwürdige Opposition zur Ampel wahrgenommen. Wenn Die Linke wieder stark werden will, muss sie ihr diesen Platz streitig machen.