Chinas Internet ist für umfassende Zensur- und Kontrollmechanismen bekannt, aber auch für eine rasant wachsende Digitalwirtschaft. Doch die Geschichte des chinesischen Internets ist nicht einfach eine Geschichte autoritärer Kontrolle oder unbeschränkten Wachstums. In ihrem Buch The Wall Dancers zeigt die Journalistin und Autorin Yi-Ling Liu, wie sich Menschen innerhalb der sich ständig verschiebenden Grenzen der Zensur bewegen, kreative Freiräume für Communities und politische Meinungsäußerung schaffen und Kommerzialisierungspfade einschlagen, die sich später als Sackgassen erweisen.
Das chinesische Internet ist ein digitales Paralleluniversum
Chinas Internet war einmal relativ offen. Heute ist es ein streng kontrolliertes Ökosystem, das für Menschen im Westen eine weitgehend unbekannte Welt ist. Aber das heißt nicht, dass das westliche Internet »frei« und das chinesische »autoritär« ist.
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