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Chris Wickham revolutionierte unsere Perspektive auf das Mittelalter

Der Historiker Chris Wickham ist tot. Sein Werk zeigt, wie viel sich über die Entwicklung von Gesellschaften lernen lässt, wenn man die Bauern statt der Eliten ins Zentrum der Geschichte rückt.

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Chris Wickham revolutionierte unsere Perspektive auf das Mittelalter
Wickham wies die Vorstellung zurück, dass ein Gegensatz zwischen Sklaverei und Leibeigenschaft den Übergang von der antiken zur mittelalterlichen Welt markiere. Bild: Flickr / Steve Knight

Mit dem Tod von Chris Wickham Anfang Oktober haben wir den größten Mittelalterhistoriker seit Marc Bloch und einen der originellsten marxistischen Historiker überhaupt verloren. In seiner über fünfzigjährigen Laufbahn verfasste Wickham mehr als zwanzig Bücher und zweihundert Aufsätze. In seinen Arbeiten zeigte er, wie sich die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen Europas und des Mittelmeerraums in der Zeit von 500 bis 1500 wandelten.