Ist das jetzt Faschismus?
Heutige Faschisten setzen nicht auf totalitären Terror, sondern passen völkischen Nationalismus und Entmenschlichung dem 21. Jahrhundert an. Kaum jemand sah diese Entwicklung so hellsichtig wie Philosoph G. M. Tamás.
Texte zur Geschichte von Macht, Widerstand und gesellschaftlicher Veränderung.
Heutige Faschisten setzen nicht auf totalitären Terror, sondern passen völkischen Nationalismus und Entmenschlichung dem 21. Jahrhundert an. Kaum jemand sah diese Entwicklung so hellsichtig wie Philosoph G. M. Tamás.
Am 17. Dezember 2024 starb der österreichische Widerstandskämpfer Paul Vodicka im Alter von 96 Jahren. Sein Leben war geprägt vom Glauben an eine gerechtere Welt.
Das Gedenken an den Holocaust werde instrumentalisiert um eine einseitige, nationalistische Erinnerungspolitik zu rechtfertigen, kritisiert der Historiker Enzo Traverso. Im Gespräch mit JACOBIN skizziert er, wie eine universalistische Erinnerungspolitik aussehen könnte.
Der Gründer des Front National ist tot. Das »Werk« des Holocaustleugners und Kriegsverbrechers lebt aber weiter: Denn die extreme Rechte ist eine Macht im heutigen Frankreich.
Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise – und die Beschäftigten zahlen den Preis. Wolfgang Schaumberg, Mitbegründer der Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei Opel in Bochum, spricht darüber, wie klassenkämpferische Betriebspolitik gelingen kann.
Die Russische Revolution war eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen. Das scheint Lenins Theorie der Avantgarde Recht zu geben. Aber alle leninistischen Nachahmer in Westeuropa sind gescheitert. Um das zu verstehen, brauchen wir Rudi Dutschke.
Für das Recht auf Abtreibung und gegen die Ausbeutung von Frauen kämpften Feministinnen weltweit schon vor über hundert Jahren. Ihre politische Ambition und ihr utopischer Gestaltungswille sind eine Inspiration für die Kämpfe von heute.
Die Mormonen sind eine der treuesten Wählerschaften der US-Republikaner. Doch vor etwa hundert Jahren wollte die Glaubensgemeinschaft in Utah den Sozialismus aufbauen.
Heute vor 60 Jahren starb der Gewerkschaftsökonom Viktor Agartz. In der Nachkriegszeit stieß er mit seiner »Sozialistischen Planwirtschaft im demokratischen Rechtsstaat« auf breite Zustimmung, bevor die »Soziale Marktwirtschaft« den Richtungskampf gewann.
Vor 500 Jahren wurde dem Reformator Thomas Müntzer der Kopf abgeschlagen. Mit seiner sozialrevolutionären Bibelauslegung hatte er den Aufständischen im deutschen Bauernkrieg eine Stimme gegeben und katholische wie lutheranische Fürsten in Angst und Schrecken versetzt.
Anfang Dezember 2024 verbreitete sich die Nachricht, dass der angesehene französische Widerstandskämpfer Serge Wourgaft im Alter von 108 Jahren verstorben sei. Mit ihm verlieren wir einen der letzten Augenzeugen des antifaschistischen Kampfes, der Europa von der Barbarei befreite.
M. N. Roy war Internationalist, Revolutionär und ein Gegner des eurozentrischen Marxismus. Seine Ideen über den postkolonialen Staat sind bis heute hochaktuell geblieben.