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Wie die koloniale Herrschaft sich bis heute fortsetzt

Der Kolonialismus prägt auch heute noch die globale Wirtschaftsordnung. Im Gespräch über sein neues Buch »Neokolonialer Kapitalismus« erklärt Robin Jaspert, wie durch Verschuldung koloniale Beziehungen fortgeführt werden.

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Wie die koloniale Herrschaft sich bis heute fortsetzt
Christine Lagarde, langjährige geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, erörtert die Auswirkungen von Ebola mit Donald Kaberuka, dem Präsidenten der Afrikanischen Entwicklungsbank, in der Weltbank in Washington D.C., 9. Oktober 2014. IMAGO / Xinhua

Der Kolonialismus ist keine abgeschlossene historische Epoche, sondern wirkt als Fundament des gegenwärtigen Kapitalismus fort, meint Robin Jaspert in seinem neuen Buch Neokolonialer Kapitalismus, erschienen beim Brumaire Verlag. Laut Jaspert ist der Neokolonialismus ein Verhältnis zwischen den entwickelten kapitalistischen Staaten und den ehemaligen Kolonien in den Ländern des sogenannten globalen Südens. Dieses Verhältnis wird institutionell durch internationale Schuldensysteme abgesichert. 

Auf dem take back the future-Kongress des SDS Anfang des Sommers sprach er mit Jacobin-Redakteurin Bafta Sarbo darüber wie ökonomische Abhängigkeiten vertieft und stabilisiert werden, sowie die Notwendigkeit eines Internationalismus, der die globalen Machtverhältnisse anerkennt.