Der Kolonialismus ist keine abgeschlossene historische Epoche, sondern wirkt als Fundament des gegenwärtigen Kapitalismus fort, meint Robin Jaspert in seinem neuen Buch Neokolonialer Kapitalismus, erschienen beim Brumaire Verlag. Laut Jaspert ist der Neokolonialismus ein Verhältnis zwischen den entwickelten kapitalistischen Staaten und den ehemaligen Kolonien in den Ländern des sogenannten globalen Südens. Dieses Verhältnis wird institutionell durch internationale Schuldensysteme abgesichert.
Auf dem take back the future-Kongress des SDS Anfang des Sommers sprach er mit Jacobin-Redakteurin Bafta Sarbo darüber wie ökonomische Abhängigkeiten vertieft und stabilisiert werden, sowie die Notwendigkeit eines Internationalismus, der die globalen Machtverhältnisse anerkennt.