»Massaker« begehen immer nur die anderen
Israels Gewalt wird relativiert, Gewalt gegen Israel dramatisiert. Eine exklusive Auswertung von 11.125 Beiträgen belegt das tendenziöse Framing deutscher Leitmedien in der Nahost-Berichterstattung.
Israels Gewalt wird relativiert, Gewalt gegen Israel dramatisiert. Eine exklusive Auswertung von 11.125 Beiträgen belegt das tendenziöse Framing deutscher Leitmedien in der Nahost-Berichterstattung.
Der Neo-Western »Eddington« zeichnet die Corona-Jahre als den Zenit einer Kultur, in der selbstgerechte Posen die Gesellschaft beschäftigen, während materielle Fragen unpolitisch geklärt werden – eine Geschichte, die weit über die USA hinaus gilt.
Explodierende Kosten und stagnierende Reallöhne zwingen immer mehr Kneipen in die Knie. Die Linke sollte sich dieses Problems annehmen. Denn eine vereinzelte Gesellschaft macht nicht nur keinen Spaß, sondern auch keinen sozialen Fortschritt.
In ihrem neuen Buch »Aufrecht« stellt Lea Ypi anhand des Lebens ihrer Großmutter vor und während Albaniens Hoxha-Regime Fragen über Flucht und Überwachung, die unsere von Ungleichheit und digitaler Datensammlung geprägte Gegenwart in ein neues Licht rücken.
Intellektuelle wie Ahmad Mansour, die aus migrantischen Muslimen Staatsräson-Verfechter machen wollen, treffen zurecht auf Unverständnis. Gemeinsame Palästina-Solidemos von Muslimen, Juden, Christen und Atheisten sind die besseren Brückenbauer.
Im neuen Dokumentarfilm »Stolz & Eigensinn« treffen Arbeiterinnen aus dem Osten auf ihre jüngeren Ichs aus den 90ern. Damals wehrten sie sich dagegen, an den Herd zurückgeschickt zu werden. Dreißig Jahre später finden sie, dass sie im Recht waren.
Rassismus, sexualisierte Gewaltbilder und Behindertenfeindlichkeit sind eng miteinander verflochten. Im Gespräch mit Jacobin erklärt die Historikerin Dagmar Herzog, wie Rechte in den USA und in Deutschland damit mobilisieren.
In der Debatte um Meinungsfreiheit zeigen Konservative ihre zwei Gesichter: Sie inszenieren sich erst als Kämpfer gegen Cancel Culture, nur um dann bei der ersten Gelegenheit selbst gegen abweichende Meinungen vorzugehen.
Mit Boomer-Bashing und AfD-Memes sammelt Sveamaus Hunderttausende Likes auf Instagram. Doch der Spott über schlechten Geschmack in Mobiliar und Politik verdreht Gesellschaftskritik in soziale Distinktion linksliberaler Millennials.
Dan Hicks, Professor für zeitgenössische Archäologie in Oxford, findet: Welche Figuren mit Statuen gewürdigt werden und wessen Schädel anonym in Museumsdepots liegen, ist kein ewiges kulturelles Erbe, sondern muss Gegenstand demokratischer Aushandlung sein.
In Ocean Vuongs neuem Roman treffen verarmte Migranten auf deklassierte Arbeiter. »Der Kaiser der Freude« beschreibt ungeschönt und doch zärtlich die Verbundenheit, die zwischen Menschen entsteht, die vor allem die Existenznot miteinander verbindet.
Welche Architektur ist emblematisch für den Neoliberalismus? Der Historiker Christian Welzbacher zeigt, welche Räume in einer Gesellschaft entstehen, die nicht nur Elend hervorbringt, sondern dieses Elend auch noch profitabel macht.