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Das Desaster von Taranto ist eine Mahnung für Europas Stahlindustrie

Europas größtes Stahlwerk in Süditalien verpestete jahrzehntelang Lungen, Böden und Gewässer. Nun muss es schließen und hinterlässt 10.000 Arbeitslose. Für solche Gemengelagen gibt es keine einfachen Lösungen – auch Vergesellschaftung ist nicht genug.

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Das Desaster von Taranto ist eine Mahnung für Europas Stahlindustrie
Am 20. Oktober 2023 riefen Gewerkschaften ein Generalstreik der italienischen Stahlwerke aus, um gegen das Vorgehen der Regierung bei den Verhandlungen um das ehemalige Ilva-Werk in Taranto zu protestieren. Foto: Independent Photo Agency Int.

Es ist ein bitterer Sieg in einem der großen Kämpfe der europäischen Industriegeschichte. Seit Jahrzehnten mobilisieren Anwohnerinnen und Anwohner des süditalienischen Taranto sowie Gewerkschaften gegen die toxischen Abgase des lokalen Stahlwerks. Eine Gruppe engagierter Menschen trug ihr Recht auf Gesundheit durch einen jahrelangen Gerichtsprozess bis vor den Obersten Gerichtshof. Dieser verkündete am 29. Oktober schlussendlich: Die Hochöfen, die Taranto Jahrzehnte lang mit Feinstaub, Dioxinen, Benzol und Asbestabgasen überzogen haben, müssen mit sofortiger Wirkung schließen.