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Was Thomas Piketty in seinem utopischen Sozialismus ignoriert

Das World Inequality Lab hat einen ambitionierten Umverteilungsplan vorgelegt. Allerdings müsste die Arbeiterschaft in den reicheren Ländern dafür eine Situation hinnehmen, die der neoliberalen Austerität der letzten 30 Jahre gleichkommt.

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Was Thomas Piketty in seinem utopischen Sozialismus ignoriert
Thomas Piketty und sein Team erkennen zwar beiläufig die politischen Hürden beim Aufbau dauerhafter Bündnisse benachteiligter Bevölkerungsgruppen an, gehen aber letztendlich darüber hinweg. Bild: IP3press

Im Juni hielt die Politikwelt den Atem an: Das von Thomas Piketty geleitete World Inequality Lab veröffentlichte einen Bericht, der der krönende Abschluss jahrelanger Forschung zum schwer fassbaren Ziel einer globalen Einkommensangleichung sein sollte. Den Bericht mit dem Titel Global Justice Report (GJR) stellten Piketty und sein Team als erste datengestützte Gesamtschau zweier langjähriger progressiver Bestrebungen vor, die bislang eher Wunschvorstellungen als umsetzbare Maßnahmen geblieben sind: Zum einen eine drastische Verringerung der Einkommens- und Vermögensungleichheit sowohl innerhalb der einzelnen Länder als auch zwischen ihnen, zum anderen globale Nachhaltigkeit mit Blick auf die Erderwärmung. Insgesamt soll der GJR zeigen, dass die Ungleichheitsstudien, die Piketty schon 2013 mit der Veröffentlichung von Das Kapital im 21. Jahrhundert berühmt gemacht hatten, genutzt werden können, um die durch die Klimakrise aufgeworfenen Zielkonflikte und Probleme zu bewältigen.