Tupac Shakur war vieles – je nachdem, wen man fragt. Ein Märtyrer. Ein Gangster und Verbrecher. Ein Poet. Eine schillernde Persönlichkeit, mehr als nur ein Popstar. Drei Jahrzehnte nach seinem frühen Tod ist er immer noch omnipräsent: Sein Gesicht ziert Murals, Poster und T-Shirts weltweit, vermutlich ähnlich häufig wie das eines gewissen argentinischen Arztes.
Doch während Tupacs kultureller Einfluss fortbesteht, wird (ähnlich wie bei Che Guevara) die radikale politische Haltung, die sein Leben prägte, oft vom Mythos übertüncht. Sein finsterer Blick und das Thug-Life-Tattoo sind als Marke verewigt; sein Aufwachsen in revolutionären Kreisen und seine Kritik an Kapitalismus, Rassismus und am US-Imperium hingegen unter dicken Schichten aus diversen Legenden begraben.