Das Time-Magazin kürt jedes Jahr seine »Person des Jahres«. Vor fünfzehn Jahren gewann – etwas unkonventionell – der »Protestler«. Das Wochenmagazin porträtierte mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Demonstrationen im Jahr 2011, von Kalifornien bis Kairo. Dort sahen wir beispielsweise einen Demonstranten mit schwarz-orangefarbener Gasmaske; bei einer anderen, arabischsprachigen Person ging das Magazin davon aus, sie spreche »vor allem Facebook und Twitter«. Zusammen wurden diese Menschen als kollektiver »Held des Jahres 2011« geehrt.
Proteste können vergehen, die Gründe bleiben
Die aktuellen Proteste in Europa mögen irgendwann abebben. Doch die ihnen zugrundeliegenden Ursachen – Austerität, KI-Unsicherheit, eine zunichte gemachte Zukunft – werden bleiben. Es gibt genug Anlass für weitere Wut.
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