Im Juli erklärte die Bundesregierung, Deutschland sei ein Land frei von Ernährungsarmut. Eine großartige Nachricht – wäre sie nicht unwahr. Indem sie behauptet, das Recht auf angemessene Nahrung werde in Deutschland nicht verletzt, beweist die schwarz-rote Koalition nur einmal mehr ihre Entfremdung von der Lebenswirklichkeit. Auch die Sozialleistungen seien aus ihrer Sicht angemessen, um sich gesund und ausreichend zu ernähren. So geht es aus der Antwort auf eine parlamentarische Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Damit ist die Sache, zumindest für die Regierenden in Berlin, erledigt.
Austerität in der Küche
Die Regierung ignoriert die Ernährungsarmut in Deutschland. Wer sie stattdessen überwinden will, darf die Betroffenen nicht individualisierten Existenzkämpfen und Social-Media-Sparsamkeitsromantik überlassen.
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