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Geschichte

Carlo Ginzburg ist am 17. Juni 2026 in Bologna verstorben.

Carlo Ginzburg schrieb Mikro­geschichte in anti­faschistischer Tradition

Der kürzlich verstorbene Mikrohistoriker Carlo Ginzburg betrachtete gesellschaftlichen Wandel von unten. Sein Ansatz war stark geprägt von Erfahrungen mit dem italienischen Faschismus sowie den antifaschistischen Traditionen der Nachkriegszeit.

Von Marco Bresciani

13. Juli 2026

Ein Relief aus der Nekropolis von Isola Sacra zeigt Steinmetze bei der Arbeit.

Für Roms Arbeiter war das Leben hart, brutal und kurz

Unser Bild des Römischen Reichs ist geprägt von den Monumenten und dem Lebensstil urbaner Eliten. Eine neue Untersuchung lenkt nun den Blick auf die 90 Prozent der Bevölkerung, deren brutal ausgebeutete Arbeitskraft all das erst möglich machte.

Von Paolo Tedesco

12. Juli 2026

Das Gemälde »Declaration of Independence« von John Trumbull.

Die Amerikanische Revolution war radikaler als die Gründerväter wollten

Viele Historiker haben die Amerikanische Revolution zu einem Konflikt zwischen britischen und amerikanischen Eliten heruntergespielt. Doch die Revolution setzte auch radikale Kräfte frei, die die Gründerväter nicht kontrollieren konnten.

Von Ed Simon

04. Juli 2026

Deportierte beim Beizen von Baumwollblütenkapseln, Staatsfarm »Pavel Tcacenco«, Bumbăcari 1953

Deportiert in die rumänische Steppe

Vor 75 Jahren siedelte die stalinistische Führung Rumäniens Zehntausende Menschen aus dem Grenzgebiet zu Jugoslawien zwangsweise um. Das repressive bevölkerungspolitische Experiment verknüpfte Grenzsicherung mit Klassen- und Wirtschaftspolitik.

Von Yves-Pierre Detemple

18. Juni 2026

Die Polizei antwortete mit Tränengas und scharfer Munition auf die Proteste.

Der Soweto-Aufstand war der Anfang vom Ende der Apartheid

Heute vor 50 Jahren gingen 10.000 Schülerinnen und Schüler in Soweto auf die Straße. Die Polizei erschoss zwei von ihnen innerhalb von Minuten. Doch der Aufstand ließ sich nicht niederknüppeln – er wurde zum Wendepunkt im Kampf gegen die Apartheid.

Von Andreas Bohne

16. Juni 2026

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Aufnahme vom 10. Juni 2025.

Wenn Geschichte zur Waffe wird

Politische Akteure, die aus tausendjähriger Geschichte Feindbilder für die Gegenwart ableiten, kommen ohne Rosinenpickerei nicht aus. Denn kein Land ist so lange immer nur Täter oder immer nur Opfer – auch nicht Russland oder die baltischen Staaten.

Von Peter Wahl und Detlef Bimboes

12. Mai 2026