Vor 151 Jahren wurde die Pariser Kommune gegründet. Abseits von Aufstand und Revolte erdachten die Kommunarden einen neuen Gesellschaftsentwurf: das gute Leben für alle. Literaturwissenschaftlerin Kristin Ross im Gespräch über die Umrisse einer befreiten Gesellschaft.
Am 17. März 1921 kündigte die Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands eine revolutionäre Offensive in Mitteldeutschland an. Die Aktion scheiterte kläglich – mit katastrophalen Folgen für den Kampf für eine andere Welt.
Mit der aufkommenden Arbeiterbewegung rückten auch die Wohnverhältnisse der Menschen ins Zentrum. Bis heute wird darum gerungen, das Wohnen der Logik des Marktes zu entziehen. Doch welcher Ansatz verspricht den größten Erfolg?
Margaret Thatcher ist dafür bekannt, die Gewerkschaften zerschlagen und den Bankensektor dereguliert zu haben. Der Schlüssel ihrer Macht war aber das Eigenheim.
Die Altbauwohnung in der Großstadt ist heute der Sehnsuchtsort der oberen Mittelschicht. In den 1960er Jahren wollte noch niemand in den baufälligen Altbauquartieren wohnen – also wurden Gastarbeiterfamilien dort untergebracht. Die Geschichte einer ausgrenzenden Wohnpolitik.
Im sozialistischen Jugoslawien entstand ein experimentelles Wohnungsbauprogramm für die Massen. Die günstige und variable Bauweise war so beliebt, dass die Pläne ihren Weg bis ins vom Kolonialismus befreite Angola fanden.
In der usbekischen Hauptstadt Taschkent wurden einst die schönsten Platten der Welt gebaut. Doch die Geschichte der Katastrophe, die zum größten architektonischen Freundschaftsbeweis der Sowjetunion führte, kennt heute kaum jemand.
Die Frage von Reform oder Revolution ist eine Scheindebatte, das meinte schon Rosa Luxemburg, die am 15. Januar 1919 ermordet wurde. Denn für die Mobilisierung sind Sozialreformen unerlässlich. Aber um für eine andere Gesellschaft zu kämpfen, braucht es die Revolution.
An diesem Tag im Jahr 1919 wurde die Kommunistische Internationale gegründet. Sie sollte die sozialistische Revolution von Russland aus in die Welt tragen – aber dazu kam es nie. Für die Wiederbelebung des Internationalismus lohnt sich ein Blick zurück.
Das Verhältnis zwischen der Arbeiterbewegung und der Frauenbewegung war nicht ohne Widersprüche. Doch die Genossinnen setzten sich gegen diese Widerstände durch – und organisierten sich in ihren eigenen Strukturen.