Allende lebt
Heute vor 50 Jahren starb der chilenische Präsident Salvador Allende im Zuge eines vom Westen unterstützten Militärputsches. Sein Projekt eines demokratischen und pluralistischen Sozialismus inspiriert bis heute.
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Heute vor 50 Jahren starb der chilenische Präsident Salvador Allende im Zuge eines vom Westen unterstützten Militärputsches. Sein Projekt eines demokratischen und pluralistischen Sozialismus inspiriert bis heute.
Aller Aufbruch-Rhetorik zum Trotz schleppt die LINKE weiter alten Ballast mit. Die anhaltende Rede von vermeintlich »neuen« Entwicklungen und »verbindender« Klassenpolitik überspielt eine narrative und strategische Ratlosigkeit.
Die Feuerkatastrophe auf Hawaii hat über hundert Todesopfer gefordert. Hunderte werden vermisst. Von der Trockenlegung von Feuchtgebieten bis zum Versäumnis, in sichere Energieinfrastruktur zu investieren: Gier nach Profit hat die Brände mitverursacht.
Hubert Aiwanger inszeniert sich als Opfer einer Schmierkampagne, Markus Söder nimmt ihn in Schutz. Der Flugblatt-Skandal bleibt ohne Folgen. Das ist bitter, aber zeigt auch: Man schlägt die Rechten nicht, indem man sie moralischer Verfehlungen überführt.
Die Finanzierung der Kindergrundsicherung sollte Waffenlieferungen an Kriegsverbrecher moralisch legitimieren. Jetzt wurden Waffen geliefert, doch bei den Kindern wird trotzdem gespart.
Pilotprojekte von Island bis Spanien zeigen: Die 4-Tage-Woche funktioniert. Und auch in Deutschland wünscht sich die Mehrheit der Beschäftigten, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Wenn die Gewerkschaften Druck machen, kann dieser Wunsch Wirklichkeit werden.
Die UFO-Anhörungen im US-Kongress haben keine Beweise über abgestürzte Raumschiffe zutage gefördert. Dass die Regierung die Existenz von Außerirdischen vertuscht, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch sollte ihre Geheimniskrämerei misstrauisch stimmen.
Zwanzig Jahre nach der Invasion im Irak erklärt Noam Chomsky, wie der Krieg nachträglich in eine humanitäre Intervention umgedeutet wurde.
Es heißt, die Arbeiter im kapitalistischen Zentrum profitierten von der erhöhten Ausbeutung der Arbeiter in der Peripherie. Aber das stimmt nicht. Die globale Offensive des Kapitals hat die Position der arbeitenden Klasse überall auf der Welt geschwächt.
Beschäftigte von Amazon protestieren in Berlin gegen Überwachung am Arbeitsplatz und für einen Tarifvertrag. Ihre Aktion fügt sich ein in den globalen Kampf gegen den Milliardenkonzern.
Wenn es nicht gerade um elitäre Prestigeprojekte geht, kürzt der neoliberale Staat besonders gern bei Kultureinrichtungen. Das schränkt vor allem den Zugang zu Kultur für ärmere Menschen ein.
Mit der digitalen Revolution ist der Traum der sozialistischen Kybernetik in greifbare Nähe gerückt: Demokratisch kontrollierte Computertechnologie könnte den Markt als Steuerungszentrale der Wirtschaft ersetzen. Doch viele Fragen bleiben noch offen.