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Keine Angst vor schlechter Presse!

Die Empörung über Die Linke nach der Berlin-Wahl folgt einem uralten Drehbuch aus Übertreibung und Angstmache. Doch das Publikum merkt zunehmend, dass Medien und Wählerschaft ganz unterschiedliche Probleme für relevant halten.

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Elif Eralp und Ines Schwerdtner von der Linkspartei
Wer den Wahlkampf der Berliner Linken verfolgt hat, kann über die Angriffe der letzten Tage nur den Kopf schütteln. Bild: IMAGO / Andreas Gora

Die Linke hat die Berlin-Wahl mit rund einem Viertel der Stimmen klar gewonnen. Und obwohl Wohnen das mit Abstand wichtigste Thema im Wahlkampf war, geht es seit Sonntag nicht in erster Linie um das, was die Wählerinnen und Wähler möchten, sondern Politik und Medien fahren ihr gesamtes Kulturkampf-Repertoire auf: Antisemitismus-Vorwürfe, SED-Vergleiche und – last but not least – die Vorstellung eines »Islamo-Gauchisme«, also der unheiligen Allianz zwischen Linken und Islamisten.