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Die Linke muss um die Friedensbewegung kämpfen

Sevim Dagdelen wurde auf einer Friedensdemonstration ausgebuht, weil das BSW immer wieder mit der AfD kokettiert. Aber dass es sich in der Friedensbewegung überhaupt breitmachen konnte, liegt auch an der Linken: Sie hat das Feld jahrelang anderen überlassen.

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Sevim Dagdelen (BSW)
Wer verstehen will, warum das BSW mit seinen synkretistischen Positionen so schnell in der Friedensbewegung Fuß fassen konnte, sollte zunächst mit Selbstkritik beginnen. Bild: IMAGO / imagebroker

Wer in den vergangenen Jahren eine größere Friedensdemonstration besucht hat, ist dort schnell auf Mitglieder des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) getroffen. Seit seiner Gründung ist das BSW sehr darum bemüht, die Friedensfrage zu seinem zentralen Markenkern zu machen. Das Thema ist derzeit hochaktuell: Kriege – ob der russische Angriffskrieg auf die Ukraine oder der Genozid in Gaza – bestimmen den medialen Alltag und die politischen Debatten. Häufig werden diese Debatten jedoch wenig lösungsorientiert geführt und reichen von Rechtfertigungstiraden bis zu Großmachtfantasien.