Die Lufthansa streicht bis zum Herbst Zehntausende Kurzstreckenflüge. Der Grund ist keine ökologische Einsicht, sondern betriebswirtschaftliche Logik: Was sich nicht rechnet, fliegt raus. Das trifft nicht nur Strecken, sondern auch die Beschäftigten – in Gestalt von Stellenkürzungen, Ausgliederungen und steigendem Arbeitsdruck.
Die Flugbranche gibt sich nach außen gerne als Welt der Eleganz: Lounges, Premiumkabinen, das Fliegen als Freiheitsversprechen. Den Betrieb aber halten jene am Laufen, die das Gepäck sortieren, die Maschinen abfertigen und die Passagiere durch die Hallen schleusen – und die, wenn sie geschlossen auftreten, einen ganzen Flughafen lahmlegen können.