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Vergiss die unsichtbare Hand, es geht um Imperien

Der ökonomische Mainstream behauptet, der Kapitalismus beruhe auf Konkurrenz. Doch heute ist an die Stelle des Wettbewerbs das Errichten privater Imperien getreten – und wir alle zahlen den Preis dafür.

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Vergiss die unsichtbare Hand, es geht um Imperien
»Das Endergebnis ist ein Weltsystem, das von einigen wenigen Monopolen dominiert wird, die von imperialistischen Staaten unterstützt werden.« IMAGO/Newscom/AdMedia

Wer einen Grundkurs in Wirtschaftswissenschaften belegt, bekommt ein Modell vermittelt, das auf einem freien Marktwettbewerb basiert. Demnach macht Wettbewerb den Kapitalismus zum effizientesten und produktivsten Wirtschaftssystem, das man sich vorstellen kann. Er treibt Innovationen voran, hält die Preise niedrig und sorgt dafür, dass knappe Ressourcen möglichst produktiv eingesetzt werden.

Für Kapitalismusverfechter stand der Wettbewerb schon immer im Mittelpunkt ihrer Analysen. Adam Smith verwendete die Metapher der »unsichtbaren Hand«, um die regulierenden Effekte des Wettbewerbs in einer freien Marktwirtschaft zu beschreiben. David Ricardo baute auf Smiths Werk auf, um zu erklären, wie der Wettbewerb die Profitrate zwischen unterschiedlichen Branchen und Regionen ausgleiche – und so letztlich die Weltwirtschaft ins Gleichgewicht bringe. Joseph Schumpeter argumentierte, die immerwährende »schöpferische Zerstörung« sorge dafür, dass kapitalistische Volkswirtschaften auch langfristig dynamisch und innovativ bleiben.