Was kommt nach Polarisierung und Identitätspolitik?
Klassenpolitik war schon immer auch Identitätspolitik. Aber man darf die Mehrheit der Bevölkerung nicht als Gegner betrachten. Es kommt darauf an, sie zu überzeugen. Ein Jakobinerklub-Gespräch mit Max Czollek und Linus Westheuser.
Astrid Zimmermann (Moderation), Linus Westheuser und Max Czollek.Literaturforum im Brecht-Haus / JACOBIN
Unsere Gegenwart wird von einer zunehmend aufgeheizten Diskurskultur bestimmt. Doch was ist die politische Funktion dieser Debatten? Was kommt zur Sprache und worüber wird hinweggeredet?
Im Jakobinerklub geht es um Phänomene unserer Zeit: um Politik, Kultur, Alltag und Theorie – mit wechselnden Diskutanten, die sich nahestehen, aber nicht immer miteinander übereinstimmen.
In den nächsten Jahren entscheidet sich, wie die Beatles erinnert werden. Zentristen wollen die Fab Four für sich vereinnahmen. Dabei waren sie unbestreitbar Teil der Linken.
Dahabflex rappt über Widerstand statt über Drogen und Markenklamotten. Im Interview spricht er über seine Politisierung, die Kontroverse um seinen Auftritt bei der Berliner Linken und die Musikindustrie.
Chemiekonzerne verkaufen Pestizide, die im Westen bereits verboten wurden, unbehelligt weiter in den Globalen Süden. Kenianische Bauern und Landarbeiter, die mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen, wehren sich jetzt gegen das Unrecht.
Eine alternde Gesellschaft hat höhere Ausgaben für Pflege, Gesundheit und Rente. Das ist an sich aber kein unlösbares Problem. Was wir brauchen? Eine produktive Wirtschaft und eine feministische Offensive, die das Leben ins Zentrum stellt.
Eine neue Studie zeigt: Wer am Arbeitsplatz mitbestimmen kann, ist weniger rechtsextrem. Der Kampf gegen Rechts muss auch ein Kampf für die Demokratisierung der Wirtschaft sein.
Der Bestseller »Triggerpunkte« zeigt auf: Der Schein eines polarisierten Deutschlands trügt. Warum das nicht automatisch eine gute Nachricht ist und was die Studie für sozialistische Politik bedeutet, erklärt Co-Autor Linus Westheuser im Gespräch.
Deutschlands Rechtspopulisten stellen sich erfolgreich neu auf. AfD-Experte Sebastian Friedrich erklärt, was den Erfolg der Partei nährt und was das für die Zukunft des deutschen Parteiensystems bedeutet.