Was kommt nach Polarisierung und Identitätspolitik?
Klassenpolitik war schon immer auch Identitätspolitik. Aber man darf die Mehrheit der Bevölkerung nicht als Gegner betrachten. Es kommt darauf an, sie zu überzeugen. Ein Jakobinerklub-Gespräch mit Max Czollek und Linus Westheuser.
Astrid Zimmermann (Moderation), Linus Westheuser und Max Czollek.Literaturforum im Brecht-Haus / JACOBIN
Unsere Gegenwart wird von einer zunehmend aufgeheizten Diskurskultur bestimmt. Doch was ist die politische Funktion dieser Debatten? Was kommt zur Sprache und worüber wird hinweggeredet?
Im Jakobinerklub geht es um Phänomene unserer Zeit: um Politik, Kultur, Alltag und Theorie – mit wechselnden Diskutanten, die sich nahestehen, aber nicht immer miteinander übereinstimmen.
Dating-Apps ebenso wie geschlechtergetrennte Online-Communities verschärfen die Feindseligkeiten zwischen Frauen und Männern. Gleichzeitig erklären einige Linke die Abschaffung der Familie zum Ziel. Gibt es einen Ausweg aus unserer heteropessimistischen Gegenwart?
Die FIFA wollte WM und Klub-WM an Investoren verkaufen, die UEFA stoppte das mit moralischer Entrüstung. Dabei geht es nicht um saubere Prinzipien, sondern um den Kampf der Kapitalfraktionen im Fußball um die größte Beute.
Rosa fragt sich, ob sie mit jemandem eine Beziehung führen kann, dessen Leben sich um Profit dreht. Şeyda Kurt findet: Auch ein Unternehmer kann ein guter Partner und Genosse sein.
In den USA wächst die Bewegung der sogenannten »Sovereign Citizens« immer weiter. Sie ist symptomatisch für ein Land, das das Vertrauen in seine demokratischen Institutionen längst verloren hat.
Eine neue Studie zeigt: Wer am Arbeitsplatz mitbestimmen kann, ist weniger rechtsextrem. Der Kampf gegen Rechts muss auch ein Kampf für die Demokratisierung der Wirtschaft sein.
Der Bestseller »Triggerpunkte« zeigt auf: Der Schein eines polarisierten Deutschlands trügt. Warum das nicht automatisch eine gute Nachricht ist und was die Studie für sozialistische Politik bedeutet, erklärt Co-Autor Linus Westheuser im Gespräch.
Deutschlands Rechtspopulisten stellen sich erfolgreich neu auf. AfD-Experte Sebastian Friedrich erklärt, was den Erfolg der Partei nährt und was das für die Zukunft des deutschen Parteiensystems bedeutet.