Heutige Faschisten setzen nicht auf totalitären Terror, sondern passen völkischen Nationalismus und Entmenschlichung dem 21. Jahrhundert an. Kaum jemand sah diese Entwicklung so hellsichtig wie Philosoph G. M. Tamás.
Die polemischen Angriffe der AfD auf ein politisches System, das die Interessen der Mehrheit ignoriert, sind ein Hauptgrund für ihre derzeitige Stärke. Um den Rechtsruck umzukehren, muss die Linke eine überzeugendere Kritik formulieren.
Wenn Politiker vorgeben, mit der Militarisierung Deutschlands »Demokratie« und »Frieden« zu sichern, verschleiern sie, worum es tatsächlich geht: die Verteidigung der deutschen Vormachtstellung. Das zeigt sich nirgendwo so stark wie in der neuen Ostpolitik.
Selbst wenn Trump mit Putin verhandelt, werden sich die USA kaum um den Wiederaufbau der Ukraine kümmern. Sein Friedensplan zeigt: Transatlantische Loyalität zahlt sich für die EU nicht aus – sie kostet nur.
Die umstrittene Krankenhausreform wird nun auch von der Bundeswehr kritisiert: Im Kriegsfall soll die Bevölkerung nachrangig versorgt werden. Als Ärztinnen lassen wir uns für diese Militarisierung nicht einspannen. Ein Gastbeitrag.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat der Westen Vertreibung und Umsiedlungen zumindest auf dem Papier abgelehnt – faktisch aber lange toleriert. Heute sind selbst solche Lippenbekenntnisse zum Völkerrecht kein Standard mehr.
Der rechtsextremistische Anschlag von Hanau jährt sich heute zum fünften Mal. Ein Mahnmal soll entstehen – doch Armin Kurtovic, der seinen Sohn Hamza verlor, will den Namen seines Sohnes darin nicht verewigt sehen.
Die TV-Debatten der letzten Tage haben eins gezeigt. Wenn es um den Kampf gegen die AfD geht, sind sich CDU, SPD und Grüne einig: Sie haben keinen Plan.
Am 10. Februar verstarb der Diplomat Wolfgang Sporrer. Er erspähte Chancen, wo andere nur eine blutige Sackgasse sehen. Mit ihm verlieren wir eine der scharfsinnigsten Stimmen für ein friedliches Europa.
Als Jan van Aken vorhersagte, seine Partei würde weit über 5 Prozent erreichen, glaubte kaum jemand daran. Nun könnte er recht behalten. Der Parteivorsitzende erklärt im Gespräch mit JACOBIN, wie es dazu kam.
Kevin Kühnert erntete mit seiner letzten Rede großen Beifall. Dabei offenbarte er, dass er sich vor allem als Staatsmann versteht, der im Zweifel auch gegen den Willen der Bevölkerung regiert.
Jahrelang kämpfte Yanis Varoufakis für eine Demokratisierung Europas. Doch heute, sagt er, ist dieser Traum endgültig Geschichte. Warum wir uns auf das Ende der EU vorbereiten müssen, erklärt er im Gespräch mit JACOBIN.