Kurz nachdem die Todesnachricht bekannt geworden war, staunten die Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnblocks in der Belgrader Innenstadt nicht schlecht: Über Nacht war ein Mural eines verstorbenen Kriegsverbrechers auf den Wänden ihres Blocks entstanden. Wütend reagierten sie mit einer eigenen »Nacht- und Nebelaktion« und zerstörten beziehungsweise übermalten die jüngste Hommage an Ratko Mladić. Es war das erste Mal, dass ein mehrere Meter langes und etwa einen Meter hohes Wandgemälde an diesem Gebäude angebracht wurde, doch das Gesicht des Kriegsverbrechers ist in der serbischen Hauptstadt allgegenwärtig.
Ratko Mladić bleibt für viele in Serbien ein Held
Der verurteilte Kriegsverbrecher Ratko Mladić ist kürzlich in Haft in Den Haag verstorben. Doch vor den anstehenden Wahlen in Serbien tun sich der amtierende Präsident Aleksandar Vučić und viele andere schwer, sich von ihm und seinem Vermächtnis zu distanzieren.
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