Der etwas trashige Garten eines Studentencafés in der Nähe eines bekannten Belgrader Marktes: Wir reden – natürlich – über die Wahlen. Der leicht hippie’eske Vater eines Freundes beschwert sich, die Lage sei furchtbar, er habe noch nie eine solche Polarisierung erlebt. Kollegen, die sich seit Jahrzehnten kennen, würden kaum noch miteinander reden. Er will die Stimmung auflockern und scherzt: »Hey, Leute. Ich bin neutral, ihr könnt euch entspannen, bei mir könnt ihr ganz ihr selbst sein.«
Serbiens Studierendenbewegung steht vor ihrer größten Bewährungsprobe
Zwei Jahre nach Novi Sad ist die Studentenbewegung stark genug, Vučić zu gefährden. Aber ihr Programm bleibt vage und die Liste heterogen. Will sie erfolgreich sein, muss sie auch mit dem Neoliberalismus brechen.
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