Es ist leicht, über den Rückzug von Andreas Babler als Vorsitzender der österreichischen Sozialdemokratie zu schreiben, wenn man der Meinung ist, dass auch in Österreich in den nächsten Jahren primär Politik für Vermieterinnen, rechtsoffene Politikberater und schwerreiche Verlegerfamilien gemacht werden soll. Dann könnte man sich hämisch darüber freuen, dass der linkeste Parteichef der letzten Jahrzehnte genauso würdelos abgesägt wurde wie alle seine Vorgänger seit 2016. Viele Journalistinnen und Journalisten haben das in den vergangenen Tagen zur Genüge getan.
Die SPÖ braucht mehr als einen neuen Parteichef
Der Rückzug von Andreas Babler war ein Aufbegehren der Länderchefs im Bunde mit der Dichand-Presse. Aber aus der aktuellen Situation geht niemand als Gewinner hervor: Denn ein Parteiapparat, der jeden Vorsitzenden zermürbt, lässt keinen Kurswechsel zu.
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