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Wie Gier und Gold den sudanesischen Bürgerkrieg befeuern

Die Milizen im Sudan profitieren von Plünderungen und können ihren Rekruten einen Lohn zahlen, der weit über dem liegt, was in zivilen Berufen zu verdienen ist. Diese einfache Rechnung ist einer der wichtigsten Faktoren hinter dem schrecklichen Krieg im Land.

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Wie Gier und Gold den sudanesischen Bürgerkrieg befeuern
Die Gefechte zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz haben weite Teile des Landes verwüstet. Bild: IMAGO / Anadolu Agency

Früher kam ich oft an der Keksfabrik in Soba vorbei. Bekannte von mir arbeiteten dort in Zwölf-Stunden-Schichten im Zucker- und Öl-Duft am Fließband. Eine Zahl aus dem Jahr 2021 ist mir im Gedächtnis geblieben: 1.500 Pfund Lohn pro Schicht.

In Haj Yousif, wo Iqbal lebte, betrug die Miete für ein Einzelzimmer damals bereits 30.000 Pfund pro Monat. Man musste also 20 Tage in der Fabrik arbeiten, nur um die Miete zu decken. Die Rapid Support Forces boten ihren Rekruten hingegen 15.000 pro Tag, eine Uniform und ein Handy.