Die wahre Dritte Welt
»Dritte Welt« klingt heute abwertend. Doch ursprünglich stand das Wort für ein politisches Projekt jenseits der Rivalitäten des Kalten Krieges.
»Dritte Welt« klingt heute abwertend. Doch ursprünglich stand das Wort für ein politisches Projekt jenseits der Rivalitäten des Kalten Krieges.
Der »Krieg gegen den Terror« in Afghanistan hat nicht nur sein Ziel verfehlt. Seine Verwerfungen reichen bis in die Ukraine.
Nach der Revolution von 1986 verschrieb sich die politische Elite der Philippinen dem Neoliberalismus, anstatt die Probleme der Bevölkerung anzugehen. Das rächt sich heute.
Die rechtsextreme Partei Fratelli d’Italia hat gute Chancen, die italienischen Wahlen zu gewinnen. Ihr Aufstieg ist auch ein Symptom des Versagens der linken Mitte, die keinen Plan für die stagnierende Wirtschaft des Landes hat.
Pakistans Militär präsentiert sich als fortschrittlicher Modernisierer mit Herz für Frauen und Minderheiten. Doch seit dem Sturz Imran Khans wird die Korruption der Armee immer offensichtlicher.
Nach ihrem katastrophalen Umgang mit der Eurokrise hat die Europäische Zentralbank einen neuen Mechanismus etabliert, um die Märkte für Staatsanleihen zu stabilisieren. Arbeiterinnen sind den Auswirkungen ihrer Geldpolitik hingegen weiterhin schonungslos ausgeliefert.
Großbritanniens Regierung bürdet den Menschen eine brutale Sparpolitik auf. Doch der Vorsitzende der Bahngewerkschaft RMT, Mick Lynch, ist plötzlich zum Medienstar geworden und bringt die Politik in Erklärungsnot.
Kroatien darf nächstes Jahr den Euro einführen. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter des Landes ist der Beitritt zur Währungsunion eine schlechte Nachricht.
Welche Strategie steckt hinter Putins Angriff auf die Ukraine? Gar keine, meint der russische Soziologe Boris Kagarlitzki. Wie instabil die Macht des Kremls tatsächlich ist und was das für die russische Linke bedeutet, erklärt er im JACOBIN-Interview.
Spanien hat kürzlich das Abtreibungsrecht liberalisiert und plant, ein Recht auf Krankentage bei Regelschmerzen einzuführen. Wie man feministische Ziele gegen Kapitalinteressen durchsetzt, erklärt Podemos-Ministerin Irene Montero im JACOBIN-Interview.
Im Gegenzug für den NATO-Beitritt fordert Erdoğan hartes Vorgehen gegen Kurdinnen und Kurden – mit Verweis auf »legitime Sicherheitsbedenken«. Tatsächlich bedroht ist die Sicherheit der kurdischen Bevölkerung.
Vor über 60 Jahren wurde der kongolesische Unabhängigkeitskämpfer Patrice Lumumba ermordet. Zurück blieb nur ein Goldzahn, den die ehemalige Kolonialmacht Belgien nun zurückgegeben hat. Doch die Folgen kolonialer Gewalt sind damit noch lange nicht behoben.