Um die Außenpolitik der USA unter Donald Trump zu verstehen, müssen wir sie vor dem Hintergrund längerer historischer Entwicklungen betrachten. Trump mag außen- und weltpolitische Angelegenheiten auf unberechenbare Weise angehen, doch das bedeutet nicht, dass seine Ansätze vollkommen neu wären.
Denn die Vereinigten Staaten sind seit langem eine imperialistische Macht. Zwar haben sie offiziell keine Kolonien gegründet, stattdessen aber ein informelles Imperium geschaffen, in dem unterwürfige Regierungen vor allem im Globalen Süden die konsequente Verfolgung US-amerikanischer Politik- und Wirtschaftsinteressen möglich machen.