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Wie antiquierte Wirtschaftsmythen für eine katastrophale US-Politik sorgen

James K. Galbraith gilt als einer der einflussreichsten heterodoxen Ökonomen der USA. Im ausführlichen Gespräch erklärt er, wie die neoklassische Wirtschaftsorthodoxie das politische Denken in den USA in allen Bereichen verzerrt – von Inflation über die Handelspolitik bis hin zur Geburtenkrise.

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Wie antiquierte Wirtschaftsmythen für eine katastrophale US-Politik sorgen
Joe Biden und Donald Trump geben sich die Hand während eines Treffens im Weißen Haus, 13. November 2024. IMAGO / ZUMA Press Wire

Nach jahrzehntelanger Dominanz des neoliberalen Konsens haben US-Präsidenten – insbesondere Joe Biden und Donald Trump – begonnen, mit dem neoklassischen Wirtschaftsparadigma zu brechen. Wenn sie Zölle verhängen und die heimischen Produktionskapazitäten wieder aufbauen (wollen), stellt dies eine Abkehr von der bisherigen politischen Orthodoxie dar. Motiviert ist das Ganze durch den Aufstieg Chinas zur ökonomischen und geopolitischen Großmacht sowie – im Falle Biden – als Reaktion auf die Klimakatastrophe.

James K. Galbraith ist Inhaber des Lloyd J. Bentsen Chair of Government/Business Relations an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs sowie Professor für Staatswissenschaften an der University of Texas in Austin. Zuvor war er im Bankenausschuss des Repräsentantenhauses tätig und fungierte Anfang der 1980er Jahre als Geschäftsführer des Wirtschaftsausschusses des US-Kongresses. Er ist eine einflussreiche heterodoxe Stimme in der Wirtschaftswissenschaft und Autor mehrerer Bücher, darunter Der geplünderte Staat oder was gegen den freien Markt spricht (2008) und Wachstum neu denken. Was die Wirtschaft aus den Krisen lernen muss (2016).