Die Arbeitszeitdebatte ist verlogen
Konservative fordern eine Verlängerung der Arbeitszeit. Dabei geht es nicht darum, mehr Wohlstand zu schaffen, sondern dessen ungleiche Verteilung aufrechtzuerhalten.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Konservative fordern eine Verlängerung der Arbeitszeit. Dabei geht es nicht darum, mehr Wohlstand zu schaffen, sondern dessen ungleiche Verteilung aufrechtzuerhalten.
Finanzspekulation ist nicht der Auslöser der Wachstumskrise – sie ist vielmehr der Versuch, ihr zu entkommen.
Arbeiten bei über 30 Grad, ohne Klimaanlage und steigendem Arbeitspensum: Immer mehr Beschäftigte in Deutschland sind den Folgen der Klimakrise ausgeliefert. Verbindliche Vorgaben für Hitzeschutz? Gibt es nicht.
Das reichste 1 Prozent der Schweiz besitzt fast die Hälfte des Gesamtvermögens. Das könnte sich bald ändern: Denn die Schweizer Jungsozialisten wollen per Volksabstimmung eine 50-Prozent-Steuer auf Vermögen ab 50 Millionen Schweizerfranken einführen.
In Deutschland wird so viel vererbt wie noch nie. Warum es eine progressive Einkommenssteuer gibt, während Vermögen und Erbschaften beinahe unangetastet bleiben, erklärt Martyna Linartas im Gespräch.
Die Schweiz war ein bewährter Handelspartner der USA. Doch mit Strafzöllen in Höhe von 39 Prozent wurde kein Industrieland von Trumps Zollhammer härter getroffen. Um Massenentlassungen zu verhindern, braucht es jetzt einen Schutzschirm für die breite Mehrheit.
Unternehmen erwirtschaften massive Gewinne, tragen aber immer weniger zur Finanzierung des Gemeinwohls bei – und die Politik hilft ihnen dabei. Für Ökonomin Sarah Godar ist klar: Die Gesellschaft muss wieder stärker an den Unternehmensgewinnen beteiligt werden.
Die Beschäftigten der Dönerfabrik Birtat haben für höhere Löhne und einen Tarifvertrag gestreikt – und gewonnen. Wer jetzt Preissteigerungen beim Döner herbeiredet, macht sich zum nützlichen Idioten des eigenen Chefs.
Der Einsatz von KI könnte zu massiven Jobverlusten führen. Die Zeit, um politische Lösungen zu entwickeln, ist jetzt.
Das Handelsabkommen, das EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Donald Trump abgeschlossen hat, ist eine Demütigung. Das ist kein »Deal«, sondern eine Abhängigkeitserklärung.
Der deutsche Bauernverband forderte kürzlich, Erntehelfern aus dem Ausland keinen Mindestlohn zu zahlen. Dabei ist Lohndumping in der Branche längst gängige Praxis.
Lange war die Idee der Planwirtschaft durch die sowjetische Bürokratie diskreditiert. Doch für eine gerechte Zukunft wird eine demokratische Planung der Wirtschaft unumgänglich sein.