Seit über 35 Jahren ist der Kampf gegen rechts ein fester Bestandteil im Leben von Ekkehard Spiegel. Nachdem er sich als junger Antifa erstmals gegen die rechtsextreme Vereinnahmung von Jugendclubs einsetzte, erlebte »Ekke« die rassistischen Ausschreitungen der Nachwendezeit hautnah mit: als Teil der Hausbesetzerszene, auf antifaschistischen Protesten und auch im militanten Widerstand.
Der Preis für dieses Engagement war hoch: 1992 kam es in Berlin-Friedrichshain zu einem rechtsextremen Angriff, den Ekke nur knapp überlebte. Sein guter Freund hingegen, der junge Aktivist und Hausbesetzer Silvio Meier, wurde noch vor Ort getötet. Bis heute ist dieser Mord ein starker Bezugspunkt für die antifaschistische Bewegung in Berlin. Und auch für Ekke markiert die Tat einen persönlichen wie politischen Wendepunkt.