Narzisstische Weltrettung
Die Klimabewegung wird nicht radikaler, wenn sie sich an Straßen klebt oder Gemälde mit Suppe bewirft. Sie wird strategisch ratloser.
Ines Schwerdtner ist seit Oktober 2024 Bundesvorsitzende der Linkspartei. Von 2020 bis 2023 war sie Chefredakteurin und Host des Podcasts »Hyperpolitik«.
Die Klimabewegung wird nicht radikaler, wenn sie sich an Straßen klebt oder Gemälde mit Suppe bewirft. Sie wird strategisch ratloser.
Die Privathaushalte werden bei der Gaspreisbremse nicht ausreichend entlastet. Das ist kein Zufall, sondern politisch gewollt.
Die soziale Frage ist zurück. Und die Linkspartei liefert sich einen offenen Richtungsstreit. Ein Gespräch mit den Parteivorsitzenden <b>Martin Schirdewan</b> und <b>Janine Wissler</b>.
»Zeitenwende« heißt: Das Militär ist der Regierung dreimal so viel wert wie die Bevölkerung.
Warum wir diese Kampagne brauchen.
Ist es egal, wann wir demonstrieren? Im Prinzip ja. Aber Protest hat immer eine Geschichte, die wir bedenken sollten.
Während wir ungehalten in einen katastrophalen Winter schlittern, will die Innenministerin Nancy Faeser schon jetzt die Proteste statt der Preise deckeln. Das sollten wir nicht hinnehmen.
Anstatt die Energieversorgung für den Winter vorzuplanen, gibt Robert Habeck der Bevölkerung lieber Spartipps. Das ist ein Ablenkungsmanöver. Denn der Staat wird eingreifen. Fragt sich nur, in wessen Interesse.
Ukraine-Krieg, Inflation und steigende Energiepreise haben das deutsche Wirtschaftsmodell auflaufen lassen. Um Abhilfe zu schaffen, will Scholz die Gewerkschaften und die Arbeitgeber auf einen neuen Klassenkompromiss einschwören. Das reicht vorne und hinten nicht.
Und das ist das Beste, was man darüber sagen kann. Der LINKEN droht nun die Spaltung.
Die AfD präsentiert sich gerne als Partei, die das politische Zentrum demontiert. Die Dokumentation »Eine deutsche Partei« zeigt, dass sie sich vor allem selbst zerlegt.
Die dänische Außenministerin aus der Netflix-Serie »Borgen« gleicht Annalena Baerbock beinahe aufs Haar. Nur hätte sich Birgitte Nyborg in Verhandlungen mit Liberalen nicht über den Tisch ziehen lassen.