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Geld gegen rechts

Die Kampagnenorganisation Campact sammelt Millionen, um damit Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Der Plan könnte aufgehen. Doch demokratisch ist das nicht.

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Geld gegen rechts
»Langfristig ist der Demokratie nicht geholfen, wenn Wahlkämpfe zum Wettbieten werden.« Illustration: Marie Schwab

Zwischen Berlin-Kreuzberg und dem Magdeburger Domplatz, wo der Landtag Sachsen-Anhalts tagt, liegen fast 150 Kilometer und die Grenzen zweier Bundesländer. Doch hier, im Herzen der Hauptstadt, sitzt ein Team, das im anhaltinischen Wahlkampf eine größere Rolle spielt als so mancher Spitzenkandidat vor Ort. Die Gesichter seiner Mitglieder zieren keine Wahlplakate, ihre Namen stehen auf keinem Wahlzettel, ja, sie sind nicht einmal Politiker.

Und trotzdem verschieben die Mitarbeiter des Campact e.V. in diesen Tagen etwa 2,5 Millionen Euro an Spendengeldern aus ganz Deutschland nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – ein Betrag, der die Wahlkampfbudgets der Landesverbände vieler Parteien um ein Vielfaches übersteigt. Zum Vergleich: das Budget der Grünen liegt in Sachsen-Anhalt bei etwa 750.000 Euro, das der Linkspartei bei 500.000.