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Steffen Krach ist nur ein Symptom

Die Absage des Berliner SPD-Spitzenkandidaten an die Wohnungsvergesellschaftung sorgt zurecht für Unmut. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Schon seit Jahren fehlt Grünen, Sozialdemokraten und sogar Linken der Mut zum wohnungspolitischen Aufbruch.

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Steffen Krach ist nur ein Symptom
Steffen Krach schließt eine Koalition mit der Berliner Linkspartei aus, sollte diese auf eine Umsetzung des DWE-Volksentscheids bestehen. Bild: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Aktuelle Umfragen zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen künftigen rot-grün-roten Senat hin. Aber schon bevor Linke, Grüne und SPD überhaupt über eine mögliche neue Regierungskoalition verhandeln, zeigt sich, wo der von den Beteiligten angekündigte wohnungspolitische Aufbruch an seine Grenze stößt: bei der Eigentumsfrage. 

Anlass für diese Erkenntnis lieferte Ende vergangener Woche die Aussage der Linken-Bundesvorsitzenden Ines Schwerdtner im 5-Minuten-Talk des Stern auf die Frage, ob ihre Partei in Berlin einen Koalitionsvertrag ohne das Ziel zur Vergesellschaftung unterzeichnen werde. Schwerdtner äußerte, dass die Vergesellschaftung von Wohnungen privater Wohnungskonzerne eine Bedingung für eine zukünftige Regierungskoalition sei. Ganz neu war diese Haltung nicht. Noch im Juni hatte auch die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp auf die gleiche Frage erklärt, man könne den Menschen nicht sagen, sie dürften über Volksentscheide mitbestimmen, um ihre Entscheidung anschließend zu ignorieren.