Die Tunten trotzen dem Trend
Der entfesselte Wohnungsmarkt frisst nach und nach die historische Berliner Subkultur. Das Tuntenhaus in der Kastanienallee konnte ihm aber noch einmal entkommen.
Texte über alles, was uns gesellschaftlich bewegt. Von Kultur, Bildung über Geschlechterfragen bis zum Sport.
Der entfesselte Wohnungsmarkt frisst nach und nach die historische Berliner Subkultur. Das Tuntenhaus in der Kastanienallee konnte ihm aber noch einmal entkommen.
Angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Entwicklung künstlicher Intelligenz voranschreitet, entscheiden womöglich einige der reichsten Männer der Welt in diesem Moment über das Schicksal der Menschheit.
Dies ist nicht die erste Einsamkeitsepidemie im Kapitalismus. Doch heute bieten Beziehungssimulatoren wie Replika eine neue Lösung: Dein persönlicher Chatbot-Lover.
Der Fortschritt von KI-Systemen lässt Tech-Bildungsreformer wie Bill Gates träumen. Doch Chatbots werden die Krise des Schulsystems nicht lösen.
Was da kommt, ist keine neue Kollegin. Es ist unsere kollektive Geistesarbeit, im Dienste von Krawattenidioten.
Wenn mehr Ossis in Führungspositionen gefordert werden oder Politiker mit Thüringer Rostbratwurst posieren, ist das nichts als identitätspolitischer Kitsch. Wirklich stärken kann man den Osten nur mit klassenbewusster Politik.
Die Europameisterschaft ist für die Mächtigen des deutschen Fußballs eine nette Geschichte. Aber sie kann nicht über die strukturelle Krise des Profifußballs hinwegtäuschen. Die Fans proben immer häufiger den Aufstand.
Seit der Messerattacke von Mannheim ist der Islamismus wieder in aller Munde. Politik und Medien reagieren mit Abschiebungen, Migrationsdebatte und »Leitkultur« – und bestätigen damit die Erzählung der Islamisten.
»Ausländer raus« zu grölen, ist nicht die einzige Spielart des deutschen Nationalismus. In seiner modernen Form dient ihm gerade die Überzeugung, Deutschlands Geschichte aufgearbeitet zu haben, als Rechtfertigung für Machtpolitik und Gewalt.
Die Kritik, nur wer gegen alle vorherigen Kriege auf die Straße gegangen sei, könne glaubwürdig gegen den Gaza-Krieg protestieren, ist scheinheilig und falsch. Wo die eigene Regierung Mitverantwortung trägt, ist Protest besonders angebracht und effektiv.
Menschen, die zur Miete wohnen, wenden in Deutschland durchschnittlich 27 Prozent ihres Einkommens dafür auf. Das heißt: Mehr als ein Viertel des Jahres arbeiten sie nicht in die eigene Tasche, sondern in die ihres Vermieters.
Ungleichheit schadet nicht nur den Armen, sondern auch der Volkswirtschaft, der Demokratie und dem Klima. Um als Gesellschaft zu überleben, müssen wir den Reichtum rückverteilen, den einige wenige sich angeeignet haben.