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Hitzewellen sind politisch

Extremwetter und Ungleichheit führen zusammen zu Zehntausenden Todesfällen. Diese ließen sich verhindern – mit der richtigen Infrastruktur- und Sozialpolitik.

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Hitzewellen sind politisch

Ein aktueller Artikel im Guardian beginnt mit einem Gespräch mit Samira. Sie lebt in einem Wohnhochhaus in Paris und erzählt: »Gestern habe ich mich hingesetzt und geheult. Ich dachte, ich sterbe.« Angesichts der Hitzerekord-Woche Ende Juni können viele dieses Gefühl vermutlich nachempfinden.

Samira hat kaum Möglichkeiten, sich gegen Hitze zu wappnen. Aus Angst vor der Stromrechnung schalte sie ihren Ventilator nur sparsam ein. Sie habe an einigen Tagen nur zwei Stunden geschlafen, weil sie sich um ihre Familie kümmern muss. Die Schule des Sohnes ist geschlossen – eine von 1.800, die den Betrieb komplett eingestellt haben, als die Temperaturen 40 Grad Celsius erreichten. Die Journalistin Angelique Chrisafis berichtet weiter aus Grigny, einer der ärmsten Gemeinden im Großraum Paris. Dort stehen dem 60-jährigen Aboubakar die Tränen in den Augen. Seine Wohnung sei wie ein »Ofen« und er könne sich keinen Ventilator leisten.