Im Jahr 2025 haben die 500 reichsten Menschen der Welt ihr Vermögen um 2,2 Billionen Dollar vergrößert, während über 2 Milliarden Menschen unter Ernährungsunsicherheit leiden. Laut Oxfam ziehen die Superreichen aus Ländern mit hohem Einkommen stündlich rund 30 Millionen Dollar aus den ärmsten Ländern ab, in denen 85 Prozent der Weltbevölkerung leben.
Während immer mehr Menschen damit zu kämpfen haben, sich ein Dach über dem Kopf zu sichern, haben die weltweiten Militärausgaben 2,7 Billionen Dollar erreicht. Auch öffentliche Investitionen in sogenannte »Hightech-Lösungen« konzentrieren sich zunehmend auf die Rüstungsindustrie und schüren ökologische Zerstörung, Ressourcenextraktion und die Nutzung fossiler Brennstoffe.
Diese Daten bieten nur einen kleinen Einblick in die tiefe Irrationalität einer Gesellschaft, in der die Produktion von Gütern und Dienstleistungen – selbst der lebensnotwendigsten – der abstrakten und gewalttätigen Logik des kapitalistischen Profits untergeordnet ist. Um diesen historischen Moment ernsthaft anzugehen, müssen wir uns von einigen Illusionen befreien, die unsere wirtschaftliche Vorstellungswelt beherrschen – auch auf der Linken.