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Wie die Berliner Linkspartei sich neu erfunden hat

Morgen wird die Berliner Linke auf ihrem Landesparteitag über den Eintritt in Koalitionsverhandlungen beraten. Ihre Entscheidung wird die Zukunft der Partei bestimmen und zugleich das vorläufige Finale einer jahrelangen Wandlung markieren.

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Wie die Berliner Linkspartei sich neu erfunden hat
Mit historischen 25,7 Prozent ging Die Linke in Berlin aus der vergangenen Abgeordnetenhauswahl hervor. Es ist ein Erfolg, an den auch viele in der Partei vorher nicht geglaubt hatten. Bild: IMAGO / IPON

»Wenn ich das 1990 prognostiziert hätte, wäre mir eine geschlossene Einrichtung empfohlen worden«, kommentierte ein fast ungläubiger Gregor Gysi noch am Abend den fulminanten Wahlsieg seiner Berliner Linken: »Und da hätte ich mich auch hinbegeben!«

Auch vor wenigen Jahren hätte diese Prognose wohl noch Kopfschütteln ausgelöst. Als die Linkspartei im Bund parallel zur Abgeordnetenhauswahl 2021 nicht einmal die Fünf-Prozent-Hürde knackte, wurde sie schon totgeglaubt. Nun, keine drei Jahre nachdem sie ihr Berliner Ergebnis von 14,1 Prozent in der Wiederholungswahl sogar noch einmal um fast 2 Prozent verschlechterte, steht die Linksfraktion mit 25,7 Prozent nicht nur rechnerisch besser dar als je zuvor, sondern wirkt auch personell wie verwandelt.