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München wird zur Hauptstadt der KI-Kriegsindustrie

Die Kriegsführung tritt in eine neue Epoche autonomer Waffen ein. Der deutsche Staat investiert massiv in militärische KI – und macht München zum Zentrum einer neuen Kriegsindustrie.

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München wird zur Hauptstadt der KI-Kriegsindustrie
Friedrich Merz und Lars Klingbeil lassen sich über Drohnen informieren: Links im Bild eine KI-gesteuerte HX2 des Münchner Unternehmens Helsing. Bild: IMAGO / Björn Trotzki

Das Bild der Münchner Rüstungsindustrie war lange Zeit geprägt vom Exportschlager Leopard 2. Das beliebte Modell aus der Münchner Panzerschmiede KNDS (vormals Krauss-Maffei Wegmann) war dabei, als die Bundeswehr nach Jahrzehnten der deutschen militärischen Zurückhaltung völkerrechtswidrig Jugoslawien angriff, es »verteidigte unsere Freiheit am Hindukusch« und kämpfte für Erdoğan gegen den demokratischen Konföderalismus in Nordsyrien. Auch im Krieg in der Ukraine sind die Leoparden im Einsatz. 

Zwar will KNDS seine Panzerproduktion im Rahmen der »Zeitenwende« in München weiter hochfahren. Doch die konventionelle Kriegsindustrie steht aktuell unter Druck und hat mächtige Konkurrenz bekommen. Weitgehend ohne kritische gesellschaftliche Debatte entsteht derzeit ein Münchner Silicon Valley, das die Kriegsführung des 21. Jahrhunderts entwickelt. Mit Unternehmen wie Helsing, Quantum Systems, Stark Defence und anderen bildet sich hier das wichtigste europäische Zentrum für militärische KI.