Keine Arbeit ist auch keine Lösung
Manche Linke wollen die Arbeit abschaffen. Sozialistinnen und Sozialisten wollen sie verändern.
Manche Linke wollen die Arbeit abschaffen. Sozialistinnen und Sozialisten wollen sie verändern.
Anstatt Geflüchteten eine Aussicht auf faire Arbeitsbedingungen zu bieten, versuchen deutsche Arbeitgeber, sie für die prekärsten Jobs in der Logistik, Pflege und Landwirtschaft zu rekrutieren. Das ist schäbig und verantwortungslos.
Vor fünfzig Jahren verstarb Otto Brenner, der die IG Metall zu einer der weltweit stärksten Gewerkschaften machte. Als demokratischer Sozialist war er überzeugt: Eine befreite Gesellschaft verlangt nach der Demokratisierung der Wirtschaft.
Amazon-Beschäftigte in einem Logistikzentrum in Staten Island haben überraschend die Abstimmung über die Gründung einer Gewerkschaft gewonnen. Für die US-amerikanischen Beschäftigten von einem der mächtigsten Konzerne der Welt beginnt damit eine neue Ära.
Unter #IchBinHanna berichten unzählige Forschende über schlechte Arbeitsbedingungen und Perspektivlosigkeit in der Wissenschaft. Die Ampel hat darauf mit Reformvorschlägen reagiert – doch was es tatsächlich braucht, ist ein Systemwandel.
Dass arbeitende Menschen Ausbeutung hinnehmen, liegt nicht an mangelndem Bewusstsein. Ein neues Buch zeigt, wie die wirtschaftliche Struktur des Kapitalismus zur Resignation zwingt – und wie sie überwunden werden kann.
Gewerkschaften spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um Wachstum und Innovationen geht. Sie machen die Gesellschaft nicht nur gerechter, ihre Forderungen sind auch gesamtwirtschaftlich sinnvoll.
Die Regierung will den Mindestlohn auf 12 Euro anheben – das Arbeitgeberlager protestiert und behauptet, das Gesetz würde die Tarifautonomie angreifen. Das ist Augenwischerei. Denn der Mindestlohn stabilisiert das Tarifsystem.
Die deutsche Bauwirtschaft boomt, die Beschäftigten haben von diesem Aufschwung allerdings nichts – im Gegenteil. Tödliche Arbeitsunfälle und Lohnraub nehmen zu. Jetzt kommt es auf die Bau-Gewerkschaft an.
Andrea Nahles ist wieder da und wird neue Leiterin der mächtigen Bundesagentur für Arbeit. Für Menschen ohne Arbeit ist das nicht wirklich eine gute Entscheidung.
Im letzten Jahr beeinflusste Amazon die Gewerkschaftswahl in einem Logistikzentrum in Alabama, um die Organisierung der Mitarbeitenden zu torpedieren. Nun wird die Abstimmung wiederholt.
Die Vorschläge zur Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zielen auf eine konservative Anpassung ab. Mit der einmaligen Erhöhung wird die Chance auf eine grundlegende Weiterentwicklung des Gesetzes verpasst.