Im Vorfeld der Finanzkrise 2008 zeigten sich Ökonomen sehr besorgt über »finanzielle Ungleichgewichte«, die sich zwischen unterschiedlichen Teilen der Welt aufgebaut hatten. Besonders beunruhigend schien die Fähigkeit der USA, ein riesiges Handelsdefizit zu fahren, während Länder wie China und Japan entsprechende Überschüsse verzeichneten. Nach den gängigen makroökonomischen Theorien hätten sich diese Ungleichgewichte mittelfristig ausgleichen sollen: Zinssätze und Wechselkurse hätten sich anpassen müssen, um den Unterschieden in der Wettbewerbsfähigkeit der verschiedenen Volkswirtschaften Rechnung zu tragen. So hätte sich das Ausmaß der Ungleichgewichte nach und nach wieder verringert.
Wer zahlt, wenn die KI-Blase platzt?
Der KI-Boom sorgt für dieselben globalen Ungleichgewichte, die schon 2008 die Finanzkrise ausgelöst haben. Gleichzeitig bauen Investoren massiv auf Geld aus den Golfstaaten; und die allerersten, die tatsächlich ihre Jobs verlieren, sind Niedriglöhner.
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